Stromwechsel ja oder nein – Argumente auf dem Prüfstand

Tatsächlich scheint ein Großteil der deutschen Bevölkerung noch immer unsicher, was einen Stromwechsel angeht. Das zeigen auch die Auswertungen von statista: Zwar steigt die Zahl derjenigen, die ihren Stromanbieter wechseln, seit 2006 stetig an. 45 Prozent der Deutschen gaben aber bei einer Umfrage an, noch nie den Stromanbieter gewechselt zu haben.

Wir als Informations- und Wechselportal sind uns sicher: Bei vielen Stromkunden sind es Unsicherheiten und Fehlinformationen, welche die Entscheidungen beeinflussen. Deshalb haben wir einmal häufige genannte Argumente gegen einen Stromwechsel genauer unter die Lupe genommen.

Kontra-Argument Nr.1: Kein Strom mehr nach dem Wechsel

Viele Stromkunden haben Angst davor, nach einem Stromwechsel im Dunkeln zu sitzen. Das ist aber schier unmöglich, weil die Stromversorgung in Deutschland per Gesetz festgeschrieben ist. Ganz gleich aus welchem Grund der neue Anbieter nicht liefern kann, springt der Grundversorger ein und sichert die Energieversorgung. Der Stromkunde befindet sich dann in der sogenannten "Ersatzversorgung".

Gegenargument: In Deutschland setzt die Ersatzversorgung ein, sollte es beim Stromwechsel zu Verzögerungen kommen.


Kontra- Argument Nr.2: Der Aufwand beim Stromwechsel ist zu groß

Bequemlichkeit ist sicherlich einer der Hauptgründe, warum DSL-Verträge überteuert weiterlaufen und die Ordner mit älteren Versicherungsverträgen verstauben. Sicherlich: Ganz von allein geht auch der Stromanbieter-Wechsel nicht von statten. Mehr als einige Minuten an Recherche-Zeit und ein paar Klicks am Rechner sind es aber auch nicht. Denn bei einem Wechsel über unseren Stromrechner wird sogar die Kündigung beim alten Versorger von dem neuen Stromanbieter übernommen. Einzige Ausnahme gilt für den Fall, dass das Sonderkündigungsrecht geltend gemacht werden soll. Dann empfehlen wir, die Kündigung umgehend selbst in die Hand zu nehmen.

Ansonsten genügt die Eingabe der Postleitzahl und des etwaigen Verbrauchs, um sich die Preise der verfügbaren Anbieter am jeweiligen Wohnort anzeigen zu lassen. Oberhalb der Ergebnisliste kann die Suche anschließend verfeinert werden. Für den Abschluss wird dann noch nach dem Zählerstand und der Zählernummer gefragt. Diese Informationen sollten Stromkunden aber so oder so im Blick haben, weil sich nur so der Verbrauch kontrollieren lässt.

Gegenargument: Bei einem Wechsel über Storm-Magazin.de wird die Kündigung vom neuen Anbieter übernommen - Sie müssen sich darum nicht kümmern!

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Kann es in Deutschland passieren, ohne Strom dazustehen? Das fragen sich viele Menschen vor einem Stromwechsel. Wir informieren Sie zu diesem Thema.

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Was passiert bei einem Streit mit dem Stromanbieter? Steht man ohne Strom oder mit hohen Kosten da oder gibt es Hilfe? Wir erklären alles wichtige zum Thema.

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Kontra- Argument Nr.3: Zu viele schwarze Schafe auf dem Strommarkt

Immer wieder mal hört man von Stromkunden, die Ärger mit ihrem neuen Versorger haben. Hin und wieder gibt es auch Nachrichten über Stromfirmen, die insolvent gegangen sind und Kunden, die deswegen Geldeinbußen hinnehmen mussten.

Selbstverständlich gibt es unter der Vielzahl an Stromanbietern (mittlerweile sind es über 1.000!) auch unseriöse Firmen. Es gibt aber nur eine Möglichkeit als Stromkunde im Falle der Insolvenz einer Stromfirma größere Geldmengen zu verlieren: indem man im Voraus bezahlt hat. Ob man das Risiko einer Vorauszahlung eingehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Genauso gib es für Stromkunden mittlerweile eine Vielzahl von Anlaufstellen, sich über Stromanbieter zu informieren. Beispielsweise zeigt unser Stromrechner die Bewertungen anderer Kunden an.

Kommt es dennoch zu einem Streit mit dem Energieversorger, gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten, sich Unterstützung einzuholen - sogar kostenlos, etwa bei der Schlichtungsstelle Energie.

Gegenargument: Wer ein schwarzes Schaf unter den Stromanbietern erwischt, bekommt kostenlose Unterstützung von der Schlichtungsstelle Energie.


Kontra- Argument Nr. 4: Andere Stromtarife sind nur günstiger wegen Bonuszahlungen

Zum Teil ist das wahr. Besonders günstig wird ein Strom-Tarif dadurch, dass einige Anbieter für das erste Jahr einen Bonus zahlen. Ob ein alternativer Stromanbieter auch ohne Boni günstigere Preise anbietet, ist ebenfalls mit unserem Stromrechner schnell ermittelt. Dort lassen sich nämlich in den weiteren Einstellungen die Bonuszahlungen für den weiteren Suchverlauf entfernen. Außerdem können bei jedem Tarif die entsprechenden Details und damit der Grund- und der Arbeitspreis (beides maßgebliche Größen für die Stromrechnung) abgerufen und mit dem bisherigen Versorger verglichen werden.

Bonussystem aktiv für sich nutzen

Allerdings stellt sich die Frage, was dagegen spricht, das Bonussystem für sich auszunutzen? Weil der Anbieter danach die Strompreise anheben könnte? Bei einer Strompreiserhöhung besteht ein Sonderkündigungsrecht, sodass man sich schneller aus einem Vertrag wieder lösen kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Verträge zu wählen, deren Laufzeit nicht länger als ein Jahr betragen oder aber auch solche mit Preisgarantie.

Preisunterschiede ergeben sich übrigens auch dadurch, inwiefern die Stromversorger beispielsweise die Kosten für höhere Netzentgelte oder staatliche Abgaben an ihre Kunden weitergeben. Zwar sind diese Abgabe immer wieder gestiegen, gleichzeitig sind aber auch die Ausgaben bei der Strombeschaffung gesunken.

Gegenargument: Bonussysteme helfen beim Sparen, wenn man sie clever einsetzt.

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Pro-Argument Nr.1: Wenig Aufwand und hohe Einsparmöglichkeiten

Tatsächlich ist und bleibt das wesentliche Argument für den Stromanbieterwechsel das hohe Einsparpotenzial. Beispielsweise können Stromkunden im Grundversorgungstarif in Hamburg bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr derzeit bis zu 443 Euro im Jahr sparen. Die Einsparmöglichkeiten sind für Stromkunden von Grundversorgern oft am höchsten, weil deren Tarife auch häufig die teuersten sind. Wer noch nie aktiv gewechselt hat, befindet sich beim Grundversorger unter Vertrag. Unser Stromvergleich bietet aber die Möglichkeit, den derzeit bestehenden Vertrag für den Vergleich einzustellen.

Mit der steigenden Wechselaktivität von Verbrauchern kommt außerdem Bewegung in den Markt. Das führt bestenfalls dazu, dass durch den steigenden Wettbewerb die Strompreise generell sinken. Vergleichbar ist das mit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes: Auch das Monopol der deutschen Telekom löste sich mit dem Aufkommen alternativer Anbieter nach und nach auf.

Fazit: Schlauer Wechsel bringt immense Ersparnisse

Es gibt Argumente, die gegen einen Stromwechsel sprechen. Oftmals lassen sich diese aber wiederlegen oder aufheben. Verbraucher sind auf der sicheren Seite, sofern sie sich informieren und gezielt nach dem passenden Produkt für ihre Bedürfnisse suchen.

Wer trotzdem noch unsicher ist im Bezug auf den Stromwechsel, findet weitere Informationen in unserem Ratgeber-Bereich. Häufig gestellte Fragen zu unterschiedlichen Themen finden Sie auch hier. Gerne können Sie uns auch per Mail kontaktieren (beratung@strom-magazin.de).

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