Stromtarife ohne Grundgebühr: Die Vor- und Nachteile

Mittlerweile machen die Ausgaben für Strom bei vielen Konsumenten einen erheblichen Teil des monatlichen Haushaltsbudgets aus. Unter anderem aufgrund der Energiewende und der damit verbundenen Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen kam es in den letzten Jahren zu einem erheblichen Anstieg der Strompreise. Aus diesem Grund lohnt es sich, Alternativen zum bisherigen Stromanbieter zu suchen beziehungsweise die Möglichkeit zu überprüfen, auf einen anderen Stromtarif umzusteigen. Unser aussagestarker Stromvergleich unterstützt Verbraucher dabei, das günstigste Angebot zu finden. Er lässt sich mit minimalem Zeitaufwand nutzen und identifiziert zuverlässig empfehlenswerte Stromtarife.

Inhaltsverzeichnis

    Wann Stromtarife ohne Grundgebühr sinnvoll sind

    • bei geringem Stromverbrauch
    • für Ferienwohnungen & Gartenlauben
    • die reinen Kosten für den Verbrauch stehen im Fokus
    • für Verbraucher, die wenig elektrische Geräte im Haushalt haben

    Günstige Tarife ohne Grundentgelt

    Die Attraktivität eines Stromtarifs ohne Grundgebühr besteht darin, dass nur die Berechnung der tatsächlich verbrauchten elektrischen Energie erfolgt. Auf die Weise bietet diese Tarifform einen großen Anreiz zum Einsparen von Strom. Allerdings ist zu beachten, dass der Strompreis je Kilowattstunde bei diesen Belieferungsverträgen oft deutlich höher ausfällt als bei Tarifen mit Grundentgelt. Die Ursache dafür besteht in der Belastung mit Netzentgelten sowie anderen Kosten in fixer Höhe, die üblicherweise das Grundentgelt abdeckt. Dazu zählen unter anderem auch Gebühren, die für den Stromzähler und Serviceleistungen des Versorgers anfallen. Wenn die Grundgebühr entfällt, müssen Anbieter derartige Fixkosten auf den verbrauchsabhängigen Tarif umlegen.

    In diesen Fällen lohnen sich Stromtarife ohne Grundgebühr

    Daraus ergibt sich unmittelbar, dass die Vereinbarung eines Stromtarifs ohne Grundgebühr in jedem Fall empfehlenswert ist, wenn es um die Stromversorgung von nur gelegentlich genutzten Gebäuden geht. Dabei kann es sich zum Beispiel um Garten- oder Ferienhäuser handeln. Durch die Auswahl eines Stromtarifs ohne Grundgebühr verhindert der Kunde, dass Kosten anfallen, obwohl er längere Zeit keinen Strom nutzt.

    Sehr sparsame Verbraucher müssen darüber hinaus einen Stromliefervertrag mit einer möglichst geringen Mindestabnahme an Strom auswählen. Über unseren Stromvergleich finden Sie Anbieter, bei denen ein Vertrag ab einem Jahresverbrauch von 500 kWh geschlossen werden kann.

    Wichtige Kriterien für die Auswahl eines Stromanbieters

    Der jährliche Stromverbrauch spielt bei der Entscheidung für einen Stromtarif ohne Grundgebühr eine wichtige Rolle. Verbraucher können diesen Wert unkompliziert aus ihrer letzten Stromabrechnung ablesen. Gegebenenfalls kann es sich als hilfreich erweisen, in diesem Zusammenhang allgemeine Durchschnittswerte für Haushalte mit unterschiedlichen Personenzahlen für eine Überprüfung der Angabe heranzuziehen. Darüber hinaus kommt es auf den Wohnort des Kunden an, denn die Angebote sind zum Teil regional begrenzt. Auf Basis dieser beiden Angaben findet auch der Online-Vergleich von Stromanbietern in unserem Stromrechner statt:

    • durchschnittlicher Jahresstromverbrauch
    • Postleitzahl
    Strompreise vergleichen

    Das Kündigungsrecht

    Strom kündigenBei einer Kündigung müssen die Kündigungsfristen berücksichtigt werden.

    Haushalte, die den Wechsel ihres Stromanbieters erwägen, sollten sich in jedem Fall rechtzeitig über alternative Anbieter informieren. Dabei sind die Kündigungsfristen des alten Vertrages zu berücksichtigen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das gesetzlich vorgesehene Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen, das Stromkunden nach jeder Preiserhöhung zusteht. In der Regel gestaltet sich die Kündigung völlig unkompliziert, da der neue Anbieter alles Erforderliche in die Wege leitet – unabhängig davon, ob der neue Stromtarif mit oder ohne Grundgebühr ist.

    Die Preisbindung bei Stromtarifen

    stromabrechnungPreisgarantien sind in Zeiten steigender Strompreise eine gute Sache, die in Betracht gezogen werden solte.

    Verbraucher, die zu einem neuen Versorger wechseln möchten, sollten eventuell in Aussicht gestellte Preisgarantien ebenfalls mit in ihre Entscheidung einbeziehen. Diese Zusagen sichern dem Kunden den Bezug zu den aktuell geltenden Konditionen für einen bestimmten Zeitraum zu. Damit sind die Strombezieher vor Preissteigerungen geschützt. Da die Strompreise seit Jahren steigen und nicht fallen, erweist sich eine derartige Bindung in aller Regel als empfehlenswert. Je nach Erwartung des Konsumenten kann es sich sogar lohnen, für diesen Vorzug einen etwas höheren Tarif als eine Alternative ohne Preisbindung zu akzeptieren.

    Wechselprämien und Vorauszahlungen

    Viele Anbieter werben um Neukunden, indem sie Bonuszahlungen oder andere Prämien für einen Wechsel in Aussicht stellen. Da sich ein Wechsel des Stromanbieters heutzutage ohne großen Aufwand durchführen lässt, ist es durchaus möglich, jedes Jahr diese Vergünstigungen in Anspruch zu nehmen.

    Häufig entdecken Konsumenten besonders günstige Stromtarife, wenn sie Vorauszahlungen leisten. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Kunden mit Vorleistungen stets ein gewisses Risiko eingehen: Sollte eine Insolvenz des Stromlieferanten eintreten, droht der Verlust der im Vorhinein gezahlten Gebühren. Insbesondere bei extrem vorteilhaften Preisen, die sich Verbraucher nur durch Vorauszahlungen sichern können, ist Misstrauen angesagt. Aus diesem Grund hat unser Vergleichsrechner diese Option standardisiert ausgeblendet. Wenn Sie diese Art von Tarifen mit vergleichen wollen, können Sie dies manuell einstellen.

    Alternativen zu Stromtarifen ohne Grundentgelt

    Die Anzahl der Stromversorger, die Stromtarife ohne Grundgebühren in ihrem Portfolio haben, ist begrenzt. Wie eingangs bereits erwähnt, ist bei vielen Tarifen ohne Grundgebühr der Arbeitspreis vergleichsweise hoch. Hier lohnt es sich auszurechnen, ob nicht ein regulärer Vertrag mit Grundpreis sogar günstiger sein kann.

    Für Verbraucher, die einen sehr hohen Verbrauch an Strom vorweisen, kann sich möglicherweise eine Stromflatrate lohnen. Dabei handelt es sich praktisch um das Gegenteil zu einem Tarif ohne Grundgebühr, weil Flatrates zum Pauschalpreis abgerechnet werden. Hier gilt es jedoch, unbedingt das Kleingedruckte zu lesen. Beispielsweise gibt es Flatrates, die dennoch eine Maximalgrenze aufweisen. Darüber hinaus verbrauchter Strom wird teurer berechnet. Doch ebenso wie Stromtarife ohne Grundgebühr, sind auch Stromflatrates aktuell eher die Ausnahme als die Regel.

    Regenerative EnergienMit Ökostromtarifen unterstützen Sie die Umwelt.

    Ökostrom für mehr Umwelt- und Klimaschutz

    Die meisten Stromanbieter ermöglichen Kunden heute, sich für Ökostrom zu entscheiden. Die Ökostromtarife sehen die Belieferung mit Strom vor, der zum überwiegenden Teil aus regenerativen Erzeugungsverfahren stammt, insbesondere aus Windkraft- oder Wasserkraftanlagen.

    Außerdem zählen auch Solar-, Geothermie- sowie Biogasanlagen zu den alternativen Energiequellen. Im Gegensatz dazu erfolgt die Erzeugung von konventioneller elektrischer Energie aus fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdgas, sowie aus Kernenergie.

    Mittlerweile existieren zahlreiche Ökostrom-Angebote, deren Preise ebenso günstig sind wie Tarife für konventionell erzeugten Strom. Wer sich für den Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif interessiert, sollte sich vorab über die einschlägigen Gütesiegel und Zertifikate informieren.

    Nur so gehen Verbraucher auf Nummer sicher, dass die Erzeugung des Ökostroms allgemein anerkannten Standards entspricht. Außerdem muss gründlich geschaut werden, ob der gewünschte Stromtarif wirklich ohne Grundgebühr ist.

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