Prüfung

Zwischenlager in Leese: Rost an Atommüll-Fässern entdeckt

Im niedersächsischen Leese wird schwachradioaktiver Atommüll gelagert. Über 400 Fässer müssen jetzt intensiv geprüft werden, weil sich an einigen Behältern Rost gebildet hat. Bei dem Müll handelt es sich um medizinische Abfälle.

Atommüll Lagerung© Markus Schieder / Fotolia.com

Leese - In einem Zwischenlager für schwachradioaktiven Atommüll im niedersächsischen Leese stehen hunderte Fässer, die intensiv nachbehandelt werden müssen. 442 Fässer müssten auf Feuchtigkeitsbildung innerhalb der Fässer überprüft werden, sagte Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Wie der NDR zuvor berichtete, müssen einige der Fässer getrocknet werden, bei anderen hochgiftige Stoffe neu umschlossen werden. Der NDR bezog sich auf eine bisher unveröffentlichte Studie im Auftrag des Ministeriums.

Bei 13 Fässer mit Atommüll hat sich Rost gebildet

Nach Angaben von Lies sind 13 Fässer bekannt, an deren Oberfläche sich Rost gebildet hat. Bei diesen habe sich Feuchtigkeit im Inneren der Fässer gebildet, und die Fässer müssten vor dem Transport in extra Behälter gelegt werden, sagte Lies. Der Betreiber des Zwischenlagers, die Firma Eckert & Ziegler, wollte "grundsätzlich keine Spekulationen von dritter Seite in anderen Medien kommentieren", sagte ein Sprecher der dpa.

Radioaktiver Müll aus medizinischen Abfällen

In Leese wird seit Jahren radioaktiver Müll, der dem Bundesland gehört, gelagert. Es handelt sich dabei um medizinische Abfälle etwa aus Röntgenpraxen oder aus der Krebstherapie. Laut NDR lagern in Leese 1.484 Fässer.

Lies: Firma für das Umfüllen gesucht

Dem Bericht zufolge können beschädigte Fässer in Leese nicht bearbeitet werden, weil die Behälter in der Lagerhalle sehr eng stehen. Um sie umzufüllen, wird laut Lies gerade eine Firma gesucht.

Quelle: DPA