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Zwischenbericht und Konferenz: Nächste Phase der Endlagersuche startet

Bei der Endlagersuche soll die Öffentlichkeit beteiligt werden. Im September wird ein Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH vorgestellt. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung lädt zur nachfolgenden Fachkonferenz ein.

Diana Schellhas, 26.08.2020, 16:00 Uhr
Atomstrom© dasglasauge / Fotolia.com

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle geht im Herbst in eine neue Phase über. "Wenn die Bundesgesellschaft für Endlagerung ihren Arbeitsstand veröffentlicht, wird es dann erstmals um inhaltliche Fragen gehen und nicht mehr nur um das Suchverfahren selbst", sagt Ina Stelljes, Abteilungsleiterin für die Öffentlichkeitsbeteiligung im Standortauswahlverfahren im Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Zwischenbericht bei der Endlagersuche schließt Standorte aus

Das mit der Suche beauftragte Unternehmen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, will nach eigenen Angaben einen Zwischenbericht zum Stand ihrer Arbeiten am 28. September 2020 veröffentlichen. Darin schlägt sie vor, welche Gebiete in Deutschland aus ihrer Sicht aufgrund ihrer geologischen Bedingungen aus dem Verfahren ausscheiden und welche zunächst weiter drin bleiben sollten. Der Zwischenbericht stellt noch keine verbindliche Festlegung dar. Welche Gebiete konkret untersucht werden sollen, steht erst mit der Entscheidung des Deutschen Bundestages fest, nach Abschluss weiterer Untersuchungen und der Beteiligung der Öffentlichkeit.

Anmeldeverfahren ist eröffnet

Das BASE, das als Aufsichtsbehörde auch Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung ist, lädt schon jetzt alle Interessierten zur Fachkonferenz Teilgebiete ein. Die Fachkonferenz ist der Beteiligungsort, an dem der Zwischenbericht der BGE mbH diskutiert und erörtert werden kann, so die Behörde. Die Auftaktveranstaltung habe vor allem einen informativen Charakter. Die BGE mbH will dort auch für Nicht-Experten und -Expertinnen verständlich den Zwischenbericht vorstellen und erläutern, welche Schlüsse sie nach Auswertung der geologischen Daten aus ganz Deutschland gezogen hat.

Das Anmeldeverfahren für die Auftaktveranstaltung der Fachkonferenz am 17. und 18. Oktober in Kassel ist ab sofort eröffnet. Die drei gesetzlich festgelegten Beratungstermine beginnen dann nach einer knapp viermonatigen Einarbeitungszeit im Februar und enden im Juni 2021.

Veranstaltung findet digital statt

Der Auftakt der Fachkonferenz wird primär als digitale Veranstaltung stattfinden. Damit stellt das BASE sicher, dass trotz Corona-Bedingungen so viele Interessierte wie möglich teilnehmen können. Sofern sich die derzeitigen Vorgaben des Landes Hessen bis dahin nicht maßgeblich ändern, wird es zusätzlich auch einer begrenzten Zahl von Personen möglich sein, an der Präsenzveranstaltung teilzunehmen.

Über die Teilnahme vor Ort entscheidet ein Losverfahren. Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung ist der 6. Oktober, für die digitale der 16. Oktober 2020.

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