Jahreswechsel

Zahlreiche Stromanbieter wollen Preise erhöhen

251 Stromanbieter haben zum Jahreswechsel Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,5 Prozent angekündigt, berichtet Verivox. Örtlich fallen die Preiserhöhungen deutlich höher aus. Preissenkungen gibt es nur vereinzelt.

Stromtarife© svort / Fotolia.com

Berlin – Verbraucher müssen im neuen Jahr mit steigenden Strompreisen rechnen. Neben der EEG-Umlage erhöhen sich auch weitere staatliche Abgaben sowie vielerorts die Netzentgelte. Dadurch steigen die Strompreise von 251 Versorgern durchschnittlich um 3,5 Prozent – örtlich sogar um bis zu 15,2 Prozent. Das zeigen Auswertungen von TopTarif und Verivox.

251 Stromanbieter kündigen Preiserhöhungen an

Die durchschnittlichen Strompreise sind im Jahresverlauf um ein Prozent nach unten gegangen. Im November zahlte eine 4-köpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden elf Euro weniger als noch im Januar, so TopTarif. Doch zum Jahreswechsel kehren viele Anbieter den Trend um: 251 Grundversorger, also etwa ein Drittel, haben Verivox zufolge Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,5 Prozent angekündigt. Dadurch steigt die Stromrechnung der betroffenen Haushalte im Schnitt um 41 Euro. Zugleich wollen einige wenige Versorger ihre Preise um etwa zwei Prozent senken.

In Sachsen seien besonders viele Haushalte von den Preissteigerungen betroffen. Gut zwei Drittel aller Grundversorger heben hier ihre Strompreise an. Auch viele Bayern und Hessen müssen zum Jahreswechsel mit höheren Kosten für Strom rechnen. Die Erhöhungen fallen regional unterschiedlich aus. Verivox rechnet zudem mit einer weiteren Preiserhöhungswelle Anfang 2017.

Fast 40 Prozent Ersparnis möglich

Alle Versorger, die ihre Preise anheben, müssen ihre Kunden auch auf ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen, sodass Verbraucher schnell handeln sollten.

Der Wettbewerb auf dem Strommarkt hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Verbraucher können heute im Schnitt zwischen 171 Stromanbietern in ihrer Region wählen – vor zehn Jahren waren es nur 26 Versorger. Das führt auch zu einem großen Preisgefälle am Markt. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt laut TopTarif aktuell 1.211 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter werden pro Jahr nur 741 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Entlastung von 470 Euro oder 39 Prozent.

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