Windenergie an Land

Windstrom-Auktion: 70 Gebote erhalten den Zuschlag

Die Förderung von Windstrom an Land wird nun ebenfalls über Ausschreibungen festgesetzt. Von insgesamt 256 Geboten werden in dieser Runde 70 den Zuschlag erhalten. Auch viele kleinere Bürgerenergiegesellschaften waren vertreten.

23.05.2017, 09:14 Uhr (Quelle: DPA)
Windräder© toddarbini / iStockphoto.com

Bonn - Die Bundesnetzagentur hat am Freitag die Ergebnisse der ersten Auktion für Windstrom an Land veröffentlicht. Mit der Ausschreibung und dem Zuschlag für das niedrigste Gebot sollen die Kosten für die Energiewende-Förderung sinken. Netzagenturchef Jochen Homann sprach von einem von einem "erfreulich hohen Wettbewerbsniveau". Die niedrigen Zuschlagpreise zeigten, dass der Wechsel von staatlich festgelegten Fördersätzen hin zum Wettbewerb funktioniere, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium.

Windstrom wird mit 5,71 Cent pro kWh gefördert

Den Zuschlag erhielten 70 Gebote mit einer Gesamtleistung von 807 Megawatt. Im Schnitt wird dieser Windstrom noch mit 5,71 Cent pro Kilowattstunde aus dem EEG gefördert. Insgesamt seien 256 Gebote für gut 2.100 Megawatt eingereicht worden, teilte die Behörde in Bonn mit.

Viele Bürgerenergiegesellschaften nahmen an der Auktion teil

70 Prozent der Gebote seien von kleineren Bürgerenergiegesellschaften eingegangen, für die erleichterte Teilnahmebedingungen galten. Dafür müssen sie unter anderem 10 Prozent ihrer Anteile der Standortkommune anbieten. Die Bürgerenergie sei der große Gewinner dieser Ausschreibungsrunde, erklärte Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Baake. Zustimmung gab es auch vom "Bündnis Bürgerenergie". Die Teilnahme kleiner Erzeugungsgesellschaften in Bürgerhand, also etwa von Vereinen, soll die Akzeptanz der Energiewende steigern.

Ausschreibung für Offshore-Anlagen fand im April statt

Mitte April war bereits die erste Ausschreibung für Windanlagen vor den deutschen Küsten zu Ende gegangen. Den Zuschlag erhielten Parks mit einer sehr geringen durchschnittlichen Förderung von 0,44 Cent je Kilowattstunde. Die Ausschreibung ist ein Ergebnis der vorerst letzten Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie löst das bisherige Modell einer pauschalen Förderung mit festen Vergütungssätzen ab.