Frühling

Windkraft: Stürmisches Wetter bringt neue Rekorde

Bei der Stromerzeugung durch Windkraft werden in diesem Frühling wieder Rekorde gebrochen. Schon im Januar war die Ausbeute an Windstrom groß. Im März wurden die Maximalwerte des Vorjahres schon an fünf Tagen übertroffen.

Windkraftanlage© b1-foto / Pixabay.com

München - Das stürmische Frühjahr in Deutschland hat einen neuen Rekord beim Windstrom gebracht. Seit Beginn des Jahres haben die Windräder an Land und auf See nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon schon 33 Milliarden Kilowattstunden Strom geliefert. Im vergangenen Jahr sei dieser Wert erst Ende März erreicht worden. "Die Windkraftanlagen haben in diesem Monat schon an fünf Tagen jeweils mehr Strom produziert als am windstärksten Tag im März 2018", sagte die Geschäftsführerin von Eon Deutschland, Victoria Ossadnik, am Dienstag in München.

Schon im Januar gute Windausbeute

Begonnen hatte die große Windkraftausbeute den Angaben zufolge bereits am Jahresanfang. Am 8. Januar wurden rund 961.000 Megawattstunden produziert, der bisher höchste Tageswert in diesem Jahr. Sturm Bennet brachte es am Rosenmontag auf rund 942 000 Megawattstunden, der vergangene Samstag schlug mit etwa 920.000 Megawattstunden zu Buche. Zum Vergleich: An windarmen Tagen erzeugen die Windräder in Deutschland zwischen 50.000 und 200.000 Megawattstunden.

Bei zu viel Wind ist Schluss

Da der starke Wind nach Einschätzung von Meteorologen zunächst anhalten soll, könnte die Windkraftproduktion laut Eon bis Ende März auf 38 bis 40 Milliarden Kilowattstunden ansteigen. Dabei können Windräder aber nicht die ganze Kraft des Windes nutzen. Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Kilometern pro Stunde, also Windstärke 10, werden sie aus Sicherheitsgründen automatisch abgeregelt und aus dem Wind gedreht.

Melanie Zecher / Quelle: DPA