Eurostat

Weniger CO2 aus Verbrennung fossiler Energieträger

Die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger sind in der EU 2019 um durchschnittlich 4,3 Prozent gesunken, in Deutschland um 4,6 Prozent. Den größten Rückgang gab es Schätzungen von Eurostat zufolge in Estland.

Melanie Zecher, 07.05.2020, 10:05 Uhr
Kraftwerk Kühltürme© mhp / Fotolia.com

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, schätzt, dass im Jahr 2019 die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger in der EU gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent gesunken sind. Bei den Energieträgern handelt es sich hauptsächlich um Erdöl und Erdölprodukte, Kohle, Torf und Erdgas.

Deutschland mit 4,6 Prozent weniger CO-Emissionen

Nach Schätzungen von Eurostat verringerten sich die Emissionen im Jahr 2019 in der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten. Der stärkste Rückgang wurde in Estland (-22,1 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Dänemark (-9,0 Prozent), Griechenland und der Slowakei (beide - 8,9 Prozent), Portugal (-8,7 Prozent), und Spanien (-7,2 Prozent). Anstiege werden in vier Mitgliedstaaten angenommen: Luxemburg (+7,5 Prozent), vor Österreich (+2,8 Prozent), Malta (+2,0 Prozent) und Litauen (+1,6 Prozent). Die CO2-Emissionen in Zypern bleiben unverändert. In Deutschland gab es bei den Emissionen einen Rückgang von 4,6 Prozent, der Anteil an den gesamten CO2-Emissionen der EU bei 25,1 Prozent.

Import und Export: So wird gerechnet

CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen in dem Land, in dem der Energieträger verbrannt wird, etwa zum Zweck der Elektrizitätserzeugung, für Verbrennungsmotoren, bei der Stahlherstellung etc. Folgerichtig haben Einfuhren und Ausfuhren von Energieprodukten eine Auswirkung auf die CO2-Emissionen des Landes: Wird beispielsweise Kohle für die Elektrizitätserzeugung importiert, folgt daraus ein Anstieg der Emissionen im einführenden Land, erklärt Eurostat. Hingegen hat die Einfuhr von Elektrizität keine Auswirkungen auf die Emissionen des einführenden Landes, da die Emissionen im ausführenden Land verzeichnet werden, in dem die Elektrizität produziert wurde.