Smart-Meter-Rollout

Wemag und Mitnetz starten mit dem Einbau intelligenter Messsysteme

Intelligente Messsysteme müssen unter anderem bei Stromkunden mit höherem Stromverbrauch verpflichtend installiert werden. Mitnetz Strom und auch die Wemag Netz GmbH beginnen mit dem Rollout. Die beiden Firmen betreiben Stromnetze im Norden und Osten Deutschlands.

27.02.2020, 17:10 Uhr
StromzählerBei Endverbrauchern mit einem Stromverbrauch von 6.000 bis 100.000 kWh müssen intelligente Messsysteme installiert werden.© EnBW

Sowohl der Messstellenbetreiber der enviaM-Gruppe Mitnetz Strom als auch die Wemag Netz GmbH haben angekündigt, mit dem Einbau intelligenter Messsysteme zu beginnen. Die Smart Meter sollen bei beiden Unternehmen zunächst bei den Kunden installiert werden, bei denen das Messstellenbetriebsgesetz den Einbau vorschreibt.

Einbau der Smart Meter: Großverbraucher machen den Anfang

Den Anfang machen bei beiden Firmen somit Endverbraucher mit einem Jahresstromverbrauch von 6.000 bis höchstens 100.000 kWh. Eine Einbauverpflichtung besteht auch für Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen und von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie beispielsweise Wärmepumpen und -speichern oder Elektroladesäulen. Diese sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt versorgt werden.

Mitnetz Strom kündigt an, bis 2032 schrittweise über 200.000 neue Messgeräte einzubauen. Das Netzgebiet des Unternehmens erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Der Rollout-Plan der Wemag Netz GmbH, die ein Versorgungsnetz in Westmecklenburg, Brandenburg und Niedersachsen betreibt, sieht vor, dass noch in diesem Jahr die ersten 300 intelligenten Messsysteme bei Anschlussnutzern eingebaut werden. In den beiden darauffolgenden Jahren sollen rund 1.000 weitere Systeme in Betrieb gehen. Bis 2028 ist geplant, 95 Prozent der Messstellen mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 6.000 kWh und 100.000 kWh auszustatten.

Vorteile intelligenter Messsysteme

Die intelligenten Messsysteme können anders als die alten Stromzähler kommunizieren. Sie bestehen aus einer Kommunikationseinheit, dem Smart-Meter-Gateway, und mindestens einer modernen Messeinrichtung. Sie übertragen die Zählerstände der Stromkunden täglich an den Messstellenbetreiber. Die Zählerstände werden in der Regel den Stromkunden im Kundenportal des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Die Stromkunden können hier ihre Verbrauchswerte bequem online einsehen und die jährliche Ablesung der Zählerstände ist nicht mehr erforderlich.