Wärmepumpentarife

Wärmepumpe: Spezial-Tarife können bis zu 30 Prozent günstiger sein

Spezielle Stromtarife für die Wärmepumpe können sehr viel günstiger sein als ein regulärer Tarif. Wer großen Wert auf die Umwelt und das Klima legt, sollte aber auf Ökostromsiegel achten. Sonst kann es passieren, dass vergleichsweise viel CO2 verursacht wird, so der Energiedienstleister Polarstern.

Ökostrom© Benjamin Haas / Fotolia.com

München – Mit der steigenden Anzahl an Wärmepumpen wächst der Strombedarf zum Heizen. Inzwischen sind in Deutschland laut Bundesverband Wärmepumpe rund 800.000 Stück installiert. Im Schnitt benötigt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus pro Jahr rund 3.000 bis 7.000 Kilowattstunden Strom zum Heizen, berichtet der Ökoenergieversorger Polarstern. Der typische Strombedarf für elektrische Haushaltsgeräte liegt demnach bei durchschnittlich rund 3.500 Kilowattstunden.

Wärmepumpen können zur CO2-Schleuder werden

Wärmepumpen können am Ende bei niedrigem Wirkungsgrad sogar mehr CO2 verursachen als moderne Erdgas- oder Ölheizungen, berichtet Polarstern weiter. Deshalb sei es einmal wichtiger, effiziente Technik mit erneuerbaren Energien zu kombinieren. Ökostromtarife seien auch im Wärmemarkt ein zentraler Schlüssel für die Energiewende und den Klimaschutz.

Wärmepumpentarife: Auswahl ist geringer als bei regulären Stromtarifen

Der Markt grüner Wärmepumpentarife stecke noch in den Kinderschuhen. Die meisten Haushalte bezögen für ihre Wärmepumpe Strom vom Grundversorger. Laut Bundesnetzagentur lag die Lieferantenwechselquote 2016 bei gerade einmal vier Prozent. Nur rund jeder zehnte Empfänger von Wärmepumpentarifen bezog einen Tarif von einem Lieferanten außerhalb der Grundversorgung. Anders als im Strommarkt, wo Haushalte zwischen deutlich über 400 Stromtarifen wählen könnten, sei die Auswahl bei den Wärmepumpentarifen deutlich kleiner. Zwar wird die deutliche Mehrheit der Wärmepumpentarife als Ökostrom verkauft, jedoch ohne renommierte Gütesiegel, sagt Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers. Nur rund jeder Achte Wärmepumpentarif trage ein renommiertes Gütesiegel wie das Grüner Strom Label oder das ok power Label.

Spezielle Tarife sind bis zu 30 Prozent günstiger

Der Wechsel zu einem grünen Wärmepumpentarif lohne sich. Im bundesweiten Schnitt seien Wärmepumpentarife um 20 bis 30 Prozent günstiger als klassische Hausstromtarife. Allerdings könne nicht jeder von günstigen Wärmepumpentarifen profitieren. Die Stromversorgung der Wärmepumpe müsse dafür separat durch einen Zähler erfasst und die Stromversorgung der Wärmepumpe unterbrochen werden können. Haushalte, die ihre Wärmepumpe bisher mit Haushaltsstrom betreiben und daher nur einen Zähler haben, könnten einen zweiten Zähler nachrüsten und so ebenfalls die reduzierten Wärmepumpentarife beziehen.