Halbjahresbilanz

VW: Nachfrage nach Elektroautos wächst deutlich

Die VW-Gruppe kann im Heimatmarkt Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 bereits rund 128.000 E-Autos verkaufen, weltweit sind es insgesamt 171.000 Autos mit Stromantrieb.

21.07.2021, 10:58 Uhr (Quelle: DPA)
Volkswagen ID.4© Volkswagen

Der VW-Konzern hat in der ersten Jahreshälfte seine Verkäufe von Elektromodellen im Verhältnis deutlich stärker ausgebaut als die Auslieferungen insgesamt. Von Januar bis Juni gingen weltweit knapp 171.000 Autos mit einem reinen E-Antrieb an die Kunden, wie das Unternehmen am Dienstag berichtete. Das entspricht einem Plus von 165 Prozent, im ersten Halbjahr 2020 waren es gut 64.000 E-Autos. Der Anteil der E-Autos an allen Auslieferungen lag damit bei 3,4 Prozent. Bei den Plug-in-Hybriden zählte die VW-Gruppe etwas mehr als 171.000 Verkäufe - etwa eine Verdreifachung.

VW verkauft im ersten Halbjahr 2021 128.000 E-Autos in Deutschland

Am vergangenen Freitag hatten die Wolfsburger schon ihre Gesamtzahlen zur Jahresmitte 2021 vorgelegt. Die Summe der gut fünf Millionen ausgelieferten Fahrzeuge liegt um rund 28 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr. Damals hatten jedoch während der Hochphase der ersten Corona-Welle zeitweilige Schließungen von Werken und Händlern sowie die eingebrochene Verbrauchernachfrage die Autobranche getroffen. Die Zuwächse müssen also in Bezug vor allem auf das tiefrote zweite Quartal 2020 gesehen werden.

Gemessen am Volumen reiner E-Autos lag der Heimatmarkt Europa bei VW mit über 128.000 ausgelieferten Modellen in der ersten Jahreshälfte vorn. In den USA waren es 18.500 Neuwagen. Für den wichtigsten Automarkt China meldete der Konzern innerhalb der letzten sechs Monate 18.300 verkaufte Elektrofahrzeuge.

Die größte Teilsumme entfiel auf Kernmarke VW-Pkw (rund 92.900). Es folgten Audi (32.800), Porsche (19.800), Skoda (17.700) und Seat (6.200).

Zwölf Prozent der Autoneuzulassungen in Deutschland mit Stromantrieb

In Deutschland machten reine Stromer laut dem Kraftfahrt-Bundesamt zuletzt gut 12 Prozent der Auto-Neuzulassungen aus. Knapp 28 Prozent waren normale oder Plug-in-Hybride, die Kritiker wegen zugeschalteter Verbrennungsmotoren als Mogelpackung ansehen. Der Absatz von Neuwagen mit alternativen Antrieben legt auch durch üppige Förderprämien zu, die Staaten und Industrie gemeinsam tragen. Es gibt aber auch Rufe nach gänzlich neuen Verkehrskonzepten ohne steigenden Autoverkehr.