Umfrage

Viele verstehen neue EU-Energielabel nicht

Für viele Haushaltgeräte wurden zum 1. März neue Energielabel eingeführt. Einer Umfrage zufolge beeinflussen die Label die Kaufentscheidung bei 80 Prozent der Teilnehmer. Ein großer Teil der Befragten gab aber auch an, die neue Kennzeichnung nicht zu verstehen.

23.03.2021, 15:32 Uhr (Quelle: DPA)
Strom sparen© Alain Lavanchy / Fotolia.com

Beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts achtet ein Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher auf Energielabel. Die neue EU-Kennzeichung haben viele allerdings nicht verstanden, wie eine Befragung des Konsumforschungsunternehmens GfK in Nürnberg ergab. Dieses gilt seit dem 1. März für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernsehgeräte.

Umfrage: Wie wichtig ist die Energieeffizienz bei Haushaltsgeräten?

Energieeffizienz spiele für die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher bei Haushaltsgeräten eine große Rolle, teilte die GfK-Expertin Petra Süptitz am Dienstag mit. In der Studie gaben 82 Prozent der Befragten an, dass Energielabels ihren Kauf beeinflussen. Für 70 Prozent war die Energieeffizienz sogar ausschlaggebend.

Energielabel 2021 Die neuen Energielabel enthalten beispielsweise einen QR-Code. © www.stromspiegel.de

Stromsparen steht im Vordergrund

Dabei geht es der Mehrheit vor allem darum, Stromkosten zu sparen. So gaben etwa 60 Prozent an, deshalb auf die Energielabel zu achten. Knapp die Hälfte berücksichtigte diese, um die Umwelt zu schonen.

Strengere Regeln für Energielabel – nur wenige verstehen sie

Das neue EU-Energielabel kennzeichnet Haushaltsgeräte in sieben Stufen mit den Buchstaben A bis G. Die Richtwerte für den Verbrauch sind strenger als bisher. In der GfK-Befragung gaben zwar 77 Prozent an, von der neuen Kennzeichnung gehört zu haben, aber nur 45 Prozent hatten sie verstanden.