Teurer Januar 2021

Verivox: Stärkster Anstieg der Energiepreise seit zehn Jahren

Zum Jahresanfang 2021 sind die Kosten für Gas, Heizöl, Strom und Sprit in Deutschland laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox so stark gestiegen wie nie zuvor in den vergangenen zehn Jahren.

08.02.2021, 10:28 Uhr (Quelle: DPA)
Energiepreise© Kautz15 / Fotolia.com

Für die Haushalte in Deutschland sind die Energiepreise zu Beginn des neuen Jahres kräftig gestiegen. Von Dezember auf Januar haben die durchschnittlichen Kosten für Heizung, Strom und Kraftstoffe nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox um knapp 7 Prozent zugelegt. Das sei der stärkste Anstieg innerhalb eines Monats in den vergangenen zehn Jahren, heißt es in der Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Ausgelaufene Mehrwertsteuersenkung und CO2-Abgabe als Preistreiber

Die gesamten Energiekosten für einen Musterhaushalt lagen demnach im Dezember 2020 bei 3.429 Euro pro Jahr. Im Januar 2021 habe die gleiche Menge Energie bereits 3.665 Euro gekostet. Das entspreche einer Preissteigerung von 6,9 Prozent innerhalb eines Monats. Preistreiber seien vor allem das Auslaufen der befristeten Mehrwertsteuersenkung, die Einführung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe sowie gestiegene Großhandelspreise. Sie seien im Zuge der Corona-Pandemie zunächst deutlich in den Keller gesackt und zögen nun wieder an.

Im Vergleich zum Dezember 2020 verteuerte sich laut Verivox Heizöl um 12 Prozent und Gas um 5 Prozent. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Heizöl heizen, seien die Heizkosten im mengengewichteten Durchschnitt um 7,2 Prozent gestiegen. An der Tankstelle hätten sich die Durchschnittskosten um 10 Prozent erhöht. Benzin habe sich im Monatsvergleich um 9,8 Prozent verteuert, Diesel um 11,2 Prozent. Im Durchschnitt ergebe das ein Plus von 10,2 Prozent. Beim Strom ergebe sich ein Plus von 2,5 Prozent.

Im Jahresvergleich sind Energiekosten im Januar 2021 leicht gesunken

Auf Jahressicht sind die Energiekosten der Haushalte allerdings gesunken. Das Statistische Bundesamt hat auf der Basis vorläufiger Zahlen für Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen ein Minus von 2,3 Prozent ermittelt. Damit verlangsamte sich der Preisrückgang aber deutlich. Im Dezember hatte Energie noch 6,0 Prozent weniger gekostet als ein Jahr zuvor, im November 7,7 Prozent.

Strompreise vergleichen