Grundversorgung

Verivox: 419 örtliche Stromversorger erhöhen die Preise

Etliche Stromversorger haben angekündigt, ihre Stromtarife zu verteuern. Damit soll der Strompreis im kommenden Jahr auf einen neuen Rekordwert steigen. Verbraucher können bei einer Preiserhöhung kündigen.

SteckdoseViele Stromversorger begründen die Preiserhöhungen mit den steigenden staatlichen Abgaben.© Teamarbeit / Fotolia.com

Zum Jahreswechsel haben 419 örtliche Stromversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 5,5 Prozent angekündigt, berichtet das Vergleichsportal Verivox. Der Strompreis für private Verbraucher soll dadurch im kommenden Jahr höher sein als jemals zuvor.

In den von den Strompreiserhöhungen betroffenen Gebieten wohnten rund 12 Millionen Haushalte. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) müsse dort mit Mehrkosten von durchschnittlich 70 Euro pro Jahr rechnen.

Die meisten betroffenen Haushalte gäbe es in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Staatliche Abgaben und Umlagen werden teurer

Als Grund für die Strompreiserhöhungen gäben die Versorger gestiegene Umlagen und Netzgebühren an.

Die EEG-Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird und die von allen privaten Verbrauchern entrichtet werden muss, steige zum Jahreswechsel um rund 5 Prozent von 6,405 Cent/kWh auf 6,756 Cent/kWh. Sie mache knapp ein Viertel des gesamten Strompreises aus.

Ein weiteres Viertel des Strompreises entfalle auf die Stromnetzgebühren; diese stiegen regional unterschiedlich stark an. Die Mehrheit der Netzbetreiber in Deutschland hätten Erhöhungen von rund 6 Prozent angekündigt.

Die Bundesregierung hat zwar erklärt, die Haushalte bei den Strompreisen entlasten zu wollen, doch davon ist bisher noch nichts angekommen, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.

Sich gegen Preiserhöhungen wehren

Wer eine Preiserhöhung erhalte, könne von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und sich nach einem günstigeren Stromanbieter umschauen. Für die Sonderkündigung zum Zeitpunkt der Preiserhöhung reiche meistens eine formlose Textnachricht an den bisherigen Versorger aus.

Anschließend könne ein neuer Stromtarif ausgesucht werden. So könnten Verbraucher mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Als Partner von Verivox stellen wir hier denselben Rechner zur Verfügung.

Strompreise vergleichen

Diana Schellhas