Forstwirtschaft

Verband: CO2-Bilanz von Holz fällt positiv aus

Der Branchenverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) nahm die Grüne Woche zum Anlass, um auf den Energielieferanten Holz aufmerksam zu machen. Dieser Brennstoff trage wesentlich zur Energiewende bei. Durch nachhaltige Forstwirtschaft blieben die Holzvorräte konstant - und die CO2-Bilanz falle sogar positiv aus.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Neben den drei klassischen erneuerbaren Energien - Sonne, Wind und Wasser - sei auch Biomasse in Form von Holz als nachwachsender Rohstoff ein bedeutender Energielieferant, der einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leiste, erklärte der HKI.

Holz, der Allrounder aus dem Wald

Wie der Verband erläuterte, seien knapp ein Drittel der Fläche Deutschlands, rund 11,2 Millionen Hektar, heute mit Wald bedeckt. In ihm schlummerten Holzvorräte von 3,5 Milliarden Kubikmetern - die größten in ganz Europa. Gleichzeitig würden dort 1,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) dauerhaft gebunden, was den Wald zu einem bedeutsamen Rückhalt gegen die Erderwärmung werden ließe. Und schließlich würden die Bäume mit ihren Stämmen und Wurzeln, Ästen, Blättern und Nadeln ein großes Energie-Reservoir darstellen. Denn Holz sei nicht zuletzt auch gespeicherte Sonnenenergie.

Ausreichend Waldfläche und Holzvorräte in Deutschland

Natürlich plane niemand, den Wald dafür einfach abzuholzen und zu verbrennen, hieß es seitens des HKI. Aber bei der notwendigen Durchforstung und bei der Verarbeitung zu Möbeln und Bauholz fielen sowieso Resthölzer an, die - neben der Verwertung in der Sperrholz-, Papier- und Zellstoffindustrie - auch zur energetischen Nutzung herangezogen werden könnten. Die Vorteile einer solchen kombinierten Nutzung lägen klar auf der Hand. Denn letztendlich wachse der Wald mindestens in gleichem Maße wieder nach wie er genutzt würde. Jedes Jahr, sagte der HKI mit Verweis auf das Statistische Bundesamt, wachse die Waldfläche in Deutschland um rund 176.000 Hektar, was einer Fläche von rund 20.000 Fußballfeldern entspräche.

Nachhaltige Forstwirtschaft bereits seit 200 Jahren

"Genau genommen ist die CO2-Bilanz sogar positiv", sagte Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI, der die Hersteller moderner Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine sowie Pellet-Einzelöfen vertritt. "Die seit 200 Jahren in Deutschland betriebene nachhaltige Forstwirtschaft sorgt dafür, dass die Holzvorräte pro Hektar konstant bleiben, wodurch deren Gesamtsumme bei wachsender Waldfläche natürlich weiter zunimmt - ebenso wie die Klimaschutz-Funktion."