Erneuerbare Energien

Vattenfall will Windparks in der Nord- und Ostsee vergrößern

Energiekonzern Vattenfall hat 113 Windturbinen bei Siemens Gamesa bestellt. Die Anlagen sollen in der dänischen Nord- und Ostsee aufgestellt werden. Dadurch könnte der bisher größte Windpark in der Ostsee entstehen.

28.11.2017, 12:44 Uhr (Quelle: DPA)
Offshore WindenergieVattenfall will innerhalb einer Generation aus fossiler Energie aussteigen.© psdesign1 / Fotolia.com

Berlin - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat bei dem Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa 113 Windkraftwerke der neuen Acht-Megawatt-Klasse bestellt. Die Windturbinen werden in drei Offshore-Windparks in der Nordsee und der Ostsee aufgestellt und bringen dann eine Leistung von 950 Megawatt, wie Vattenfall am Dienstag in Berlin mitteilte. Das entspricht ungefähr einem konventionellen Kraftwerk.

41 Turbinen mit zusammen rund 350 Megawatt entfallen auf die Windparks Vesterhav Nord und Syd vor der Westküste Dänemarks, weitere 72 Turbinen mit 600 Megawatt auf das Projekt Kriegers Flak in der dänischen Ostsee. Das wäre dann der größte Windpark in der Ostsee überhaupt.

Vattenfall will aus fossiler Energie aussteigen

Insgesamt investiere Vattenfall rund 1,7 Milliarden Euro in den Bau der Windparks, heißt es in der Mitteilung. Rund die Hälfte davon dürfte auf die Windturbinen entfallen. Die Windparks sollen bis 2022 in Betrieb gehen. Vattenfall will innerhalb einer Generation aus fossiler Energie aussteigen und setzt auf den Ausbau der Windenergie. Siemens Gamesa ist ein Zusammenschluss aus der Windenergie-Sparte von Siemens mit dem spanischen Unternehmen Gamesa. Das Unternehmen plant gegenwärtig, ungefähr jede fünfte Stelle abzubauen.