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Vattenfall plant Stellenabbau – Verdi meldet Protest an

Vattenfall will Stellen in der Verwaltung auslagern. Laut Gewerkschaft Verdi sollen Personalangelegenheiten künftig in Indien geregelt werden. Dem Energiekonzern zufolge soll der Umbau aber ohne Kündigungen über die Bühne gebracht werden.

05.04.2017, 16:10 Uhr (Quelle: DPA)
VattenfallDie Sparpläne von Vattenfall betreffen Jobs im Einkauf, dem Finanz- und Personalservice.© Vattenfall Europe Sales GmbH

Berlin - Der Energiekonzern Vattenfall will seine Kosten in Deutschland durch Ausgliederungen in der Verwaltung senken. Betroffen sind rund 200 Vollzeitstellen im Einkauf, dem Finanz- und Personalservice, davon 120 Stellen in Berlin, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Die Aufgaben sollen international ausgeschrieben werden. Die Gewerkschaft Verdi will an diesem Donnerstag in Berlin gegen die Pläne protestieren.

Ausgliederung nach Indien?

"Vattenfall gefährdet nicht nur Arbeitsplätze in Berlin und Hamburg, sondern auch die Arbeitsfähigkeit des gesamten Konzerns", warnte Gewerkschaftssekretär Robin Marks. Nach seinen Angaben will der Konzern Personalangelegenheiten künftig in Indien bearbeiten lassen. Im Kundendienst werde mit betriebsbedingten Kündigungen gedroht.

Vattenfall: Mitarbeiterzahl bleibt stabil

Vattenfall teilte mit, Ziel sei es, ohne Kündigungen auszukommen. In der Vergangenheit habe man etwa mit Altersteilzeit oder Abfindungen gearbeitet oder frei werdende Stellen nicht nachbesetzt. Weil in Bereichen wie der Windenergie Stellen hinzukämen, bleibe die Mitarbeiterzahl in diesem Jahr stabil. Derzeit gibt es bei Vattenfall in Deutschland 7.000 Vollzeitstellen, darunter 4.100 in Berlin.