Klimaschutz

Umweltministerium: Mehr Ökostrom für Klimaziele notwendig

Die Klimaschutz-Ziele sind dem Umweltministerium zufolge mit den bisherigen Maßnahmen nicht zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse dafür weiter vorangetrieben werden. Staatssekretär Jochen Flasbarth mahnt gleichzeitig ein "Komplettversagen" der Verkehrspolitik an.

03.05.2017, 17:33 Uhr (Quelle: DPA)
Erderwärmung© stoonn / Fotolia.com

Berlin - Deutschland wird seine Klimaschutz-Ziele dem Umweltministerium zufolge nur mit schnellerem Ökostrom-Ausbau und Reformen im Verkehrsbereich einhalten können. Dass es für die angestrebte Reduktion der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020 nicht reiche, liege an der starken wirtschaftlichen Entwicklung, an niedrigen Preisen für Erdöl und Kohle und den Überschüssen beim Stromexport. Zudem gebe es ein "Komplettversagen" der Verkehrspolitik, sagte der Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem SPD-geführten Bundesumweltministerium am Dienstag in Berlin mit einem Seitenhieb auf Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Flasbarth: Ausbaudeckelung muss korrigiert werden

Entscheidend sei, den Kohleausstieg geordnet in die Wege zu leiten und erneuerbare Energien zügiger auszubauen. Die im Koalitionsvertrag aufgrund der "hysterischen Strompreisdebatte" beschlossene Deckelung des Ausbaus müsse korrigiert werden. Flasbarth stellte den Projektionsbericht 2017 vor, den Deutschland wie alle Länder an die EU-Kommission schicken muss und der die Wirkung politische Maßnahmen für den Klimaschutz auf den Ausstoß von Treibhausgasen modelliert.