Klimaziele

Umweltministerin für unterirdische CO2-Speicherung

Umweltministerin Svenja Schulze hat sich für eine unterirdische CO2-Speicherung ausgesprochen; sie könne ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele sein. Zuvor hatte Angela Merkel auf diese Möglichkeit hingewiesen. Von Umweltverbänden gibt es Kritik.

CO2 Emissionen© designeo / Fotolia.com

Berlin - Trotz Einwänden von Umweltverbänden hat sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze für die Einlagerung von Kohlendioxid (CO2) im Boden ausgesprochen. Dies könnte ihrer Ansicht nach ein Beitrag sein, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.

"Diese Debatte muss sein", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). "Gegen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid gab es lange Widerstand, weil sie die längere Verstromung von Kohle ermöglichen sollte. Mit dem Kohleausstieg aber hat sich dieser Einwand erledigt."

Bäume pflanzen genügt nicht

Auch mit natürlichen Mitteln wie Aufforstung lasse sich Kohlendioxid binden. "Ich warne aber vor Illusionen: Wir können gar nicht so viele Bäume pflanzen, wie wir bräuchten, um unseren heutigen CO2-Ausstoß auszugleichen", erklärte Schulze. Zugleich rief sie zur CO2-Reduktion auf: "Es ist immer besser, den Ausstoß von vornherein zu vermeiden als das CO2 hinterher mühsam wieder einzufangen, energieaufwendig weiterzuverwenden oder einzuspeichern."

BUND warnt vor "unerprobten Technologien"

Zuvor hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Möglichkeit der CO2-Speicherung verwiesen. Bei Umweltverbänden hatte sie damit allerdings Kritik geerntet. "Wir warnen ausdrücklich davor, gefährliche, teure und unerprobte Technologien wie die Speicherung von CO2 unter der Erde als Klimaschutz zu betrachten", sagte etwa BUND-Chef Hubert Weiger.

Melanie Zecher / Quelle: DPA