Neue Datenbank

Umweltaktivist Piccard zeigt 1.000 Technik-Ideen gegen den Klimawandel

Bertrand Piccard rief bereits 2017 die Stiftung Solar Impulse ins Leben. Auf der Webseite der Stiftung gibt es jetzt eine Datenbank, die technische Lösungen gegen den Klimawandel vorstellt. Diese richten sich sowohl an Unternehmen als auch an Einzelpersonen.

Diana Schellhas, 14.04.2021, 14:20 Uhr (Quelle: DPA)
Ökologische FußabdruckAuch mehrere deutsche Firmen sind mit ihren Ideen in der Datenbank der Piccard-Stiftung vertreten.© Mopic / Fotolia.com

Der Schweizer Solarpionier und Umweltaktivist Bertrand Piccard stellt mit seiner Stiftung Solar Impulse mehr als 1.000 technologische Ideen zur Bekämpfung des Klimawandels vor. Die Lösungen für umweltbewussteren Transport, klimafreundlichere Abwasserentsorgung oder mehr Energieeffizienz und vieles mehr sind gedacht für Einzelpersonen, Unternehmen, Verwaltungen und Regierungen.

Piccard-Stiftung besteht seit 2017

Gegründet hat der Abenteurer Bertrand Piccard die Stiftung 2017. Er hatte die Erde 1999 als erster nonstop in einem Ballon umrundet, zusammen mit Brian Jones. 2015 und 2016 umflog er die Erde in mehreren Etappen mit einem Solarflugzeug, das keinen Tropfen Benzin brauchte. Ziel der Stiftung ist es, effiziente Lösungen gegen den Klimawandel zu identifizieren und bekannt zu machen.

Klimafreundliche Technologien werden von Experten geprüft

Jeder soll auf der Online-Datenbank der Stiftung für seine spezifischen Bedürfnisse passgenaue Lösungen für eine nachhaltigere und klimafreundliche Entwicklung finden, wie die Stiftung in Lausanne mitteilte.

Die Stiftung arbeitet mit rund 400 unabhängigen Experten zusammen, von denen jeweils drei eine Technologie unter die Lupe nehmen. Nur, wenn zwei den Nutzen bescheinigen, zertifiziert die Stiftung die Technologie für ihre Datenbank. Weder Experten noch Anbieter werden dafür bezahlt, versichert eine Sprecherin.

Klima-Technologien aus Deutschland

Aus Deutschland sind mehrere Ideen dabei, etwa Eevie, eine in Düsseldorf entwickelte App. Damit können Menschen über das Smartphone prüfen, welche Klimafolgen bestimmte Verhaltensweisen haben und wie sie diese reduzieren können.

Everwave aus Aachen baut schwimmende Flussplattformen, die in der Strömung treibenden Müll aufnehmen und speichern, damit er nicht in die Weltmeere gelangt.

Trilatec aus Merzig stellt wiederverwendbaren Karton aus Verbundstoffen her, mit dem Transportkisten 80 Prozent leichter als Holzkisten werden.

Die Hamburger Firma Airy vertreibt Luftreinigungssysteme. Sie belüften die Wurzeln der Zimmerpflanzen, die dadurch ohne Strom, Geräusche oder Chemikalien mehr Schadstoffe aus der Luft filtern können.

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