Politik

Trotz US-Sanktionen: Irak darf weiter Energie aus dem Iran kaufen

Mit Sanktionen will die USA den Energiesektor des Irans austrocknen. Dennoch darf vorerst weiter Energie an den Irak fließen, so ein Sprecher des US-Außenministeriums.

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Washington - Der Irak darf trotz der Sanktionen nach dem US-Ausstieg aus dem Atomdeal weitere drei Monate lang Energielieferungen aus dem Iran beziehen. Das bestätigte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Dienstag. Die Regelung sei dazu da, die Energieknappheit im Irak zu beseitigen. Gleichzeitig arbeiteten die USA daran, die Energie-Unabhängigkeit des Iraks zu verbessern.

US-Präsident Trump verkündetet Sanktionen im November 2018

Die USA wollen mit ihren Sanktionen den für den Iran so wichtigen Energiesektor des Landes austrocknen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang November vergangenen Jahres den Rückzug der USA aus dem Atomdeal mit dem Iran verkündet und gleichzeitig Sanktionen gegen das muslimische Land wieder in Gang gesetzt. Acht Haupt-Abnehmerländern iranischen Öls wurden Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Nach US-Medienberichten könnten auch diese Ausnahmegenehmigungen für die Länder Indien, Italien, Griechenland, Südkorea, Japan, Türkei sowie China inklusive Taiwan verlängert werden. Trumps Ziel, die iranischen Ölexporte auf Null zu reduzieren, würde damit weiter in die Ferne rücken.

Diana Schellhas / Quelle: DPA