Energieverbrauch senken

Studie: Smart-Home-Geräte können beim Klimaschutz helfen

Smart Home und Klimaschutz: Einer Studie zufolge kann beides zusammenpassen. Demnach ergeben sich durch den richtigen Einsatz intelligenter Geräte deutliche Energieeinsparungen, wodurch auch der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann.

Diana Schellhas, 27.04.2020, 11:53 Uhr
Smart Home Steuerung© AA+W / Fotolia.com

Smart-Home-Technik kann Energieverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß eines Haushalts deutlich verringern, so das Ergebnis einer Studie, die das Öko-Institut im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW durchgeführt hat.

Demnach steigt durch smarte Geräte zwar der Stromverbrauch, doch der so entstehende CO2-Effekt kann durch Einsparungen beim Heizen klar überwogen werden. Das gilt laut Verbraucherzentrale selbst dann, wenn neben Technik, die Heizenergie spart, auch Geräte aus dem Komfort- und Sicherheitsbereich im Einsatz sind.

Smart-Home-Technik energieeffizient einsetzen

Eine Energieeinsparung ergäbe sich vor allem durch die intelligente Steuerung von Heizung, Rollläden und Beleuchtung. Im Beispielfall eines von zwei Personen bewohnten Einfamilienhauses mit Ölheizung ließen sich so trotz erhöhten Stromverbrauchs rund zehn Prozent der CO2-Emissionen vermeiden. Kämen zusätzlich Komfortanwendungen wie smarte Lautsprecher und Saugroboter sowie Sicherheitstechnik wie Kameras hinzu, erhöhe sich der Strombedarf und der positive Effekt fürs Klima würde kleiner. Bei der aufwändigsten Ausstattung in den Szenarien müssten Haushalte mit einem zusätzlichen Verbrauch von gut 560 Kilowattstunden pro Jahr rechnen. Aber auch in diesem Beispiel sinke der energiebezogene CO2-Ausstoß des Haushalts im Saldo noch immer um sieben Prozent.

Studie: Kaum finanzielle Ersparnisse

Mit Blick aufs Geld sieht das Bild anders aus, erklärt David Schick, Referent für die digitale Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW. Glücklich schätzen könne sich, wer trotz des Energiehungers von Sicherheits- und Komfortausstattung keine Zusatzkosten hat. So spare der genannte Beispielhaushalt der Studie beim alleinigen Einsatz der Energiespartechnik 142 Euro pro Jahr. Laufe aber die Vollausstattung mit Kameras, Saugroboter und Co., schrumpfe dieser Wert durch den zusätzlichen Stromverbrauch auf weniger als zwei Euro. Noch gar nicht eingepreist seien dabei die Kosten für die 59 Batterien, die das umfassende Szenario benötigt.

Tipp: Besser auf ein System setzen

Als praktischer Tipp rät die Verbraucherzentrale: Auch wer viele Anwendungen nutzen will, sollte so wenige verschiedene Systeme wie möglich einsetzen. Denn jedes System hat eine eigene Steuereinheit – und diese Komponenten sind nach den Erkenntnissen der Studie wesentliche Treiber des Stromverbrauchs. Ratsam sei deshalb eine vorausschauende Planung für möglichst nur ein System, das sich auch nachträglich ausbauen und umrüsten lasse.