Beschwerden häufen sich

Stromvertrag am Telefon – besser auflegen!

Bei telefonischen Fragen zum Stromvertrag sollte man den Marktwächtern Energie zufolge vorsichtig sein. Demnach gibt es aktuell aus mehreren Bundesländern Beschwerden über ungewollte Vertragsabschlüsse.

Unterschrift© pojoslaw / Fotolia.com

Berlin – "Können Sie mir die Nummer Ihres Stromzählers nennen?" - Wer eine solche Frage am Telefon hört, sollte stutzig werden. Denn dahinter kann sich eine unseriöse Vertriebsmethode verbergen. Nach Angaben des Marktwächters Energie der Verbraucherzentralen gibt es derzeit Beschwerden von Verbrauchern aus mehreren Bundesländern. Sie hatten ihre Zählernummer am Telefon preisgeben und plötzlich einen neuen Stromvertrag, obwohl sie überhaupt nicht wechseln wollten.

Anrufer kannten Adresse und Stromanbieter der Betroffenen

Zuvor waren die Betroffenen innerhalb weniger Tage zum Teil mehrfach ungewollt angerufen worden. Unter einem Vorwand wurden Daten abgefragt. In manchen Fällen lagen den Anrufern bereits Name und Adresse der Verbraucher sowie deren aktuelle Stromanbieter vor.

Obwohl die Angerufenen ausdrücklich erklärten, nicht an einem neuen Stromvertrag interessiert zu sein, erhielten sie kurz darauf ein Begrüßungsschreiben einer Firma inklusive der Daten ihres neuen Liefervertrages.

Was können Betroffene tun?

Um sich vor Missbrauch zu schützen, empfiehlt die Verbraucherzentrale das Gespräch zu beenden, sobald Anrufer persönliche Daten abfragen und vielleicht sogar die Zählernummer wissen wollen.

Wenn man einen ungewollten Vertragsabschluss bemerkt, sollt man schnellstmöglich den Vertrag widerrufen (Frist: 14 Tage). Wenn keine Aufklärung zum Widerrufsrecht erfolgt ist, verlängert sich die Frist um ei zusätzliches Jahr. Außerdem sollte man beim alten Anbieter die Kündigung für unwirksam erklären. Alle Maßnahmen sind bestenfalls per Einschreiben zu erledigen.

Quelle: DPA