Bundesnetzagentur

Stromausfälle rückläufig - durchschnittliche Dauer bei rund 11 Minuten

Stromausfälle werden immer seltener in Deutschland. Der Bundesnetzagentur zufolge ist die Dauer der durchschnittlichen Stromunterbrechungen 2020 gegenüber dem Vorjahr noch einmal zurückgegangen und hat somit den niedrigsten Wert seit 2006 erreicht.

Diana Schellhas, 23.08.2021, 16:12 Uhr (Quelle: DPA)
GlühbirneIn Rheinland-Pfalz ist der Durchschnittwert für die Stromunterbrechungen mit 19,5 Minuten am höchsten.© chones / Fotolia.com

Immer seltener müssen die Deutschen mit Stromausfällen rechnen. Wie die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn mitteilte, bekamen 2020 jeder Haushalt und jede Firma durchschnittlich rund 10,73 Minuten lang keinen Strom. Bundesweit war die Dauer der sogenannten Versorgungsunterbrechungen damit um 1,47 Minuten kürzer als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Wert seit der ersten Veröffentlichung der Zahlen durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2006. Damals summierten sich die Stromunterbrechungen im Schnitt auf etwa 21,53 Minuten.

Bewohner von Rheinland-Pfalz mussten am häufigsten ohne Strom auskommen

Am längsten waren die Menschen 2020 in Rheinland-Pfalz ohne Strom - hier lag der Wert bei rund 19,5 Minuten. Am kürzesten waren die Versorgungsunterbrechungen mit etwa 8,3 Minuten in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Präsident der Netzagentur, Jochen Homann, zeigte sich zufrieden. "Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland war im Jahr 2020 erneut sehr gut", sagte er. "Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität."

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der nach eigenen Angaben rund 1.500 Stadtwerke und Unternehmen vertritt, bezeichnete die Zahlen als gute Nachricht. "Weil der Strombedarf steigt, müssen wir künftig mehr und schneller erneuerbare Energien ausbauen - und müssen zugleich die Versorgungssicherheit stärken", teilte Geschäftsführer Ingbert Liebing mit. Dafür brauche es Anreize für die Umrüstung und den Neubau von klimafreundlichen Anlagen und Investitionen in den Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze.