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Strom, Gas, Wasser: Verband warnt vor erhöhten Kosten

Der Verbrauch an Strom und Erdgas ging deutschlandweit im vergangenen zurück, zeigen aktuelle Statistiken. Viele private Haushalte aber müssen mit steigenden Kosten rechnen, warnt der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Diana Schellhas, 21.01.2021, 12:29 Uhr
Geld© c / Fotolia.com

Zuletzt häuften sich die Meldungen, dass der Energie- und Wasserverbrauch in Deutschland unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 in Summe niedriger war als in den Vorjahren. Das gilt aber nicht über alle Verbraucher hinweg, warnt der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW.

Homeoffice verändert das Verbrauchsverhalten

Der Verbrauch im privaten Haushalt ist im Vergleich zu den Vorjahren eher gestiegen, erklärt der Verband weiter. Aufgrund der Corona-Pandemie habe sich das Verbrauchsverhalten in den privaten Haushalten im letzten Jahr zum Teil stark verändert. Homeoffice, Homeschooling und der Urlaub in den eigenen vier Wänden: All das führe bei vielen zu einem höheren Verbrauch von Strom, Gas und Wasser. Ein Mehrverbrauch von 5 bis zu 15 Prozent sei daher durchaus normal und mache sich leider auch auf der Rechnung der Versorger mit einem entsprechend höheren Betrag bemerkbar.

Strom- und Erdgasverbrauch gingen insgesamt zurück

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. ist der Stromverbrauch in Deutschland in Summe über das gesamte Jahr 2020 hinweg gegenüber dem Vorjahr um etwa 4 Prozent gesunken, berichtet der VBEW. Auch der gesamte Erdgasverbrauch sei im Vergleich zu 2019 um rund 3,4 Prozent zurückgegangen. Das liege Corona-bedingt größtenteils an reduzierten Verbräuchen in Industrie- und Gewerbebetrieben.

"In geschlossenen Restaurants, Hotels, Kinos und Fitnessstudios blieben die Küchen im vergangenen Jahr wochenlang kalt und die Lichter aus. Dafür wurde umso mehr zu Hause der Herd eingeschaltet, die Heizung aufgedreht und das ein oder andere Vollbad zur Entspannung mehr genommen", so Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW. Diese Verbrauchstrends würden sich in Anbetracht des aktuellen Lockdowns in diesem Winter mit weiteren Einschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben auch im Jahr 2021 bis auf Weiteres fortsetzen.

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