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Solarworld-Insolvenz: Verhandlung mit Investoren läuft

Das Insolvenzverfahren für Solarworld wurde offiziell eröffnet. Der zuständige Insolvenzverwalter sieht für einen Teil der Beschäftigten eine Chance, ihre Jobs zu behalten. Derzeit wird mit einer Investorengruppe unter anderem über den Kauf von Anlagen in einem der Standorte verhandelt.

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Bonn - Das Amtsgericht Bonn hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Solartechnikkonzerns Solarworld eröffnet. Zum Insolvenzverwalter sei der Düsseldorfer Rechtsanwalt Horst Piepenburg bestellt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Rund 150 Mitarbeiter in der Konzernzentrale haben vor wenigen Tagen ihre unwiderrufliche Freistellung bekommen, wie der Sprecher des Insolvenzverwalters berichtete. In Bonn seien nun nur noch 65 Mitarbeiter mit Abwicklungsarbeiten beschäftigt.

Verhandlungen mit einer Investorengruppe laufen

Dagegen können einige hundert Mitarbeiter in den Solarworld-Fabriken noch darauf hoffen, dass ihre Arbeitsplätze gerettet werden. Piepenburg verhandelt derzeit mit einer Investorengruppe, die die Absicht bekundet hat, die Grundstücke, Maschinen sowie das Vorratsvermögen an den Produktionsstandorten von Solarworld im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt zu kaufen. Rund 450 Beschäftigte könnten bei einem erfolgreichen Abschluss der Gespräche übernommen werden, hatte Piepenburg bereits vor einigen Tagen mitgeteilt. Für die übrigen 1.200 Beschäftigten an diesen Standorten werde über die Einrichtung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft verhandelt.

Keine Hoffnung für Solarworld-Aktionäre

Keine Hoffnung machte der Insolvenzverwalter den Aktionären. Auch wenn mit möglichen Investoren verhandelt werde, sei nach derzeitigem Stand "ausgeschlossen, dass die Aktionäre der Solarworld AG aus etwaigen Verwertungserlösen noch Ausschüttungen erhalten".

Quelle: DPA