Verbraucherschützer

Solaranlagen: Brandrisiko auf Dächern sehr gering

Stromerzeugung per auf dem Dach installierter Solaranlage liegt im Trend. Eine erhöhte Brandgefahr geht von den Anlagen indes nicht aus, so Verbraucherschützer.

22.07.2021, 07:40 Uhr (Quelle: DPA)
Solaranlage Hausdach© anweber / Fotolia.com

Photovoltaik-Anlagen helfen Stromkosten zu senken und etwas für Umwelt zu tun. Dass die Anlagen ein erhöhtes Brandrisiko mit sich bringen, kommt als Befürchtung immer wieder auf. Weitestgehend ist diese Sorge aber unbegründet, berichten Verbraucherschützer.

Häufig sind Installationsfehler die Brandursache

"Laut der umfangreichen Recherche des vom TÜV Rheinland, Fraunhofer ISE und Bundeswirtschaftsministerium geförderten Leitfadens Brandrisiko haben etwa 0,016 Prozent der bis 2013 der in Deutschland verbauten Anlagen tatsächlich einen Brand verursacht", sagt Sascha Beetz von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Auch der Deutsche Feuerwehrverband DFVW kann trotz der Zunahme solcher Anlagen keine übermäßige Steigerung der Brandgefahr erkennen. Hat es in der Vergangenheit dennoch gebrannt, lag dies in der Regel an Planungs- oder Installationsfehlern oder auch an defekten Geräteteilen, so die Verbraucherschützer.

Überprüfung nach Unwettern ist empfehlenswert

Damit die Anlagen sicher sind und bleiben, müssen sie fachgerecht eingebaut und regelmäßig gewartet werden. Eine Überprüfung empfehlen die Experten zudem auch nach Unwettern. Sollte es doch mal brennen, wird das Risiko für die Einsatzkräfte je nach Einzelfall abgeschätzt und der Brand dann bestmöglich gelöscht. Gerüchte, dass die Feuerwehr nicht löscht, wenn eine Photovoltaikanlage installiert ist, sind falsch, so der Deutscher Feuerwehrverband.