Energiemix

Schätzung für 2016: Rund 32 Prozent Strom aus Erneuerbaren

Fast ein Drittel des 2016 in Deutschland verbrauchten Stroms stammt aus erneuerbaren Energiequellen, so die Schätzung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung. Nach Angaben des BDEW trugen dabei Atom- und Kohlestrom weniger zum Energiemix bei, dafür stieg der Stromanteil aus Gaskraftwerken.

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Berlin - Nahezu ein Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland (32 Prozent) wird in diesem Jahr aus erneuerbaren Energien gedeckt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schätzung, die das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag veröffentlichten.

Zuwachs vornehmlich durch Windstrom

Demnach dürften bis Jahresende 191,4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt werden. Das wäre ein Anstieg um vier Milliarden Kilowattstunden oder etwa zwei Prozent. Der Anteil der erneuerbaren an allen Energieformen lag 2015 bei 31,5 Prozent. Der Zuwachs ergab sich vor allem durch Windkraftanlagen vor den Küsten. Deren Erzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf etwa 13 Milliarden Kilowattstunden.

Mehr Strom aus Gaskraftwerken

Deutlich mehr Strom (plus 27 Prozent) wurde nach Angaben des BDEW auch in Gaskraftwerken produziert. Der Anteil am Energiemix stieg von 10 auf 12 Prozent. "Die gesunkene Erzeugung aus Kohle und Kernenergie wurde damit hauptsächlich durch eine zusätzliche Stromproduktion aus Gaskraftwerken ausgeglichen", stellte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer fest. Der Kohlenanteil liegt 2016 bei 42 Prozent (2015: 40 Prozent), die Kernenergie macht noch 13 Prozent (2015: 14 Prozent) an der Stromerzeugung aus.

Quelle: DPA