Baden-Württemberg

Rückbau des AKW Neckarwestheim hat begonnen

Der Rückbau des Atomkraftwerks Neckarwestheim hat offiziell begonnen. Die Anlage war nach der Atomkatastrophe in Fukushima vom Netz genommen worden. Bis das Projekt abgeschlossen werden kann, können noch 15 Jahre vergehen.

Atomenergie© doncarlo / Fotolia.com

Neckarwestheim - Der erste von acht deutschen Reaktoren, die nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 vom Netz genommen worden waren, wird zurückgebaut: Seit Montag läuft der Abriss von Block 1 des Atomkraftwerks Neckarwestheim bei Heilbronn. Der Abriss kann bis zu 15 Jahre dauern - das strahlende Material wird der Standort wohl noch lange nicht los.

Symbolisch entfernten Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) und der Technikvorstand des Betreibers EnBW, Hans-Josef Zimmer, einen Rohrbogen. Durch ihn strömte einst Dampf, mit dem die Turbine angetrieben wurde. "Das zeigt, dass diese Anlage keinen Strom mehr produziert. Der Rückbau läuft", sagte Zimmer.

Weniger als ein Prozent radioaktiver Abfall

Der Konzern rechnet mit etwa 331.000 Tonnen Müll. 96 Prozent davon seien unbelastet und könnten konventionell auf Deponien gelagert oder weiter genutzt werden, etwa im Straßenbau. Weniger als ein Prozent gilt als radioaktiver Abfall, der zunächst im Zwischenlager unweit des Kraftwerks verbleibt. Mit Block 1 war seit 1976 Strom produziert worden. Block 2 darf noch bis 2022 Strom produzieren.

Quelle: DPA