Elektromobilität

Projekt: Zum Stromtanken an die Straßenlaterne

In einem Pilotprojekt in Aachen dient eine Straßenlaterne als Ladesäule für Elektroautos. Laut dem verantwortlichen Energieunternehmen Stawag lassen sich so Ladepunkte besonders günstig errichten. Der Strom aus der Laterne ist dabei kostenlos.

ElektroautoDie Ladesäule an der Straßenlaterne: Geht der Ausbau einer Infrastruktur so schneller voran?© Ben Chams / Fotolia.com

Aachen - Die Stawag geht neue Wege beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos: In einem Pilotprojekt testet der Energieversorger Lademöglichkeiten an Straßenlaternen. Möglich macht dies eine Technologie, mit der die Leuchte digital steuerbar ist. So kann sie tagsüber Strom für den Ladevorgang abgeben. Einen solchen Ladepunkt für ein E-Fahrzeug nimmt die Firma nun zum ersten Mal in Aachen am Blücherplatz in Betrieb.

Ladesäule hat 11 Kilowatt an Leistung

11 Kilowatt Leistung hat die neue Ladesäule dem Unternehmen zufolge und kann somit in einer Stunde ein E-Auto für 100 Kilometer Fahrstrecke aufladen. Die Leistung üblicher Ladestationen liege bei 22 Kilowatt, Schnellladestationen hätten 53 Kilowatt Leistung. in diesem und im nächsten Jahr seien 13 weitere Ladesäulen in der Planung, davon neun Schnellladestationen. Der Strom ist dabei kostenlos.

Kostengünstig Ladepunkte installieren

Die Stawag betreibt aktuell ein Ladenetz mit 32 Ladesäulen und über 60 Ladepunkten. Die Ladesäulen liefern dabei ausschließlich grünen Strom, erläutert Dr. Peter Asmuth, Vorstand der STAWAG. Mit dem Pilotprojekt habe man eine Technologie gefunden haben, mit der man verhältnismäßig kostengünstig weitere Ladesäulen errichtet werden könnten. Voraussetzung seien moderne, digital steuerbare Straßenlaternen, die flexibel schaltbar sind.