Radioaktive Strahlung

Päckchen mit strahlendem Inhalt sorgt für Großeinsatz

Ein Ehepaar findet ein Päckchen vor der Tür, hat aber nichts bestellt und alarmiert daraufhin die Polizei. Wegen der Zustellung rückte daraufhin die Feuerwehr an und konnte aber glücklicherweise rasch Entwarnung geben.

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Erlensee - Ein falsch zugestelltes Päckchen mit einem leicht strahlenden Inhalt hat am Samstag für einen Großeinsatz in Erlensee (Hessen) gesorgt. Die angerückte Feuerwehr konnte aber rasch Entwarnung geben: Messungen ergaben zwar eine leichte, jedoch nicht gefährliche radioaktive Strahlung, wie der stellvertretende Kreisbrandinspektor für den Main-Kinzig-Kreis, Christian Hinrichs, berichtete. Der Polizei zufolge enthielt das verirrte Paket zunächst unbestimmbare Gesteinsfragmente sowie Hinweise auf einen Absender in einer tschechischen Uranabbauregion. Daher war Vorsicht geboten. Im Einsatz waren fast 100 Kräfte von Feuerwehr und Polizei.

Unerwartetes Päckchen: Ehepaar alarmiert die Polizei

Alarm geschlagen hatte nach Angaben der Feuerwehr ein Ehepaar, vor dessen Tür das Päckchen von einem Boten abgelegt worden war. Das Paar wurde misstrauisch, da es nichts bestellt hatte, und rief die Polizei. Das Päckchen wurde in einem geschlossenen Behälter abtransportiert und sollte entsorgt werden. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt habe zu keiner Zeit bestanden.

"Uranit" ist ein freiverkäufliches Material

Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich der Polizei zufolge heraus, dass das Päckchen eigentlich für einen Steinesammler an anderer Adresse gedacht war, der im Internet das frei verkäufliche Mineral "Uraninit" bestellt hatte, auch Pechblende genannt. Wie genau es zur Adresse des Ehepaars gelangte, sei unklar.

Diana Schellhas / Quelle: DPA