Frankreich

Neuer Atomreaktor in Flamanville wird wohl noch teurer

Der neue Atomreaktor des Kraftwerks Flamanville am Ärmelkanal wird wohl teurer werden. Der Betreiber EDF korrigiert die geplanten Baukosten erneut nach oben. Auch die Inbetriebnahme hat sich schon mehrfach verzögert.

AtomkraftwerkSymbolbild© wlad074 / Fotolia.com

Flamanville - Der französische Energieriese EDF rechnet erneut mit höheren Baukosten für den neuen französischen Atomreaktor in Flamanville am Ärmelkanal. Wegen Problemen an den Schweißnähten würden die Kosten um 1,5 Milliarden Euro auf 12,4 Milliarden Euro ansteigen, teilte EDF am Mittwoch mit. Zuletzt waren die Kosten für das Reaktorprojekt bereits mehrfach gestiegen und liegen nun bei einem Vielfachen der ursprünglich geplanten Kosten.

Inbetriebnahme auf Ende 2022 angesetzt

Auch die Inbetriebnahme hatte sich schon mehrere Male verzögert, sie ist nun für Ende 2022 angesetzt. Das hatte EDF bereits im Sommer mitgeteilt. Auch auf der britischen Seite läuft es für EDF nicht rund. Das Unternehmen hatte im September erklärt, dass die Baukosten für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C deutlich steigen werden.

Melanie Zecher / Quelle: DPA