Heizkosten

Kühler Mai: Heizen treibt Energieverbrauch in die Höhe

Der Energieverbrauch dürfte im Mai in einigen Haushalten noch einmal nach oben geschnellt sein. Wegen der kühleren Temperaturen wurden die Heizungen oft wieder angestellt. Wie hat sich das auf die Heizkosten ausgewirkt?

Heizungsventil© Kzenon / Fotolia.com

Heidelberg - Ein reichlich kühler Mai hat den Energieverbrauch für die abgelaufene Heizperiode noch einmal nach oben getrieben. Von Anfang Oktober bis Ende Mai fiel der durchschnittliche Heizbedarf für eine drei- bis vierköpfige Familie im Einfamilienhaus in Deutschland um elf Prozent höher aus als in der vorigen Periode, wie das Internet-Portal Verivox in Heidelberg mitteilte. Auch der November und Dezember waren kälter als im Vorjahr.

Für Gasheizer wurde es teurer

Mit dem Heizbedarf steigen die Kosten. Wer mit Gas heizte, musste in diesem Winter rund vier Prozent mehr für seinen Brennstoff ausgeben, das sind 41 Euro. Der Preisrückgang beim Gas von rund sieben Prozent wurde von der kälteren Witterung mehr als ausgeglichen.

Beim Heizöl ist der Zeitpunkt des Kaufs entscheidend

Noch deutlicher war der Preisanstieg für Mieter und Hausbesitzer, deren Räume mit Öl beheizt werden. Ihre Kosten würden in einer Modellrechnung um 40 Prozent oder 331 Euro höher liegen, wenn sie ihren Brennstoff täglich zum Tagespreis gekauft hätten. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Heizöl in der Vorjahresperiode zeitweise sehr günstig war und dass die Kosten stark vom Zeitpunkt abhängen, an dem der Tank gefüllt wird.

Kein großer Preisunterschied bei Öl oder Gas

Ob die Verbraucher mit Öl oder Gas geheizt haben, machte in dieser Heizperiode kaum einen Unterschied. Gas war mit 1.188 Euro um 2,6 Prozent teurer als Öl mit 1.157 Euro. In der Heizperiode zuvor kostete Gas bei gleicher Heizleistung noch 39 Prozent mehr als Öl. Rund 48 Prozent der Haushalte in Deutschland heizen mit Erdgas, 27 Prozent mit Heizöl.

Quelle: DPA