Benzin, Gas, Strom

Jahresvergleich: Energiekosten für Privathaushalte gefallen

Die Energiekosten für private Haushalte sind deutlich zurückgegangen, zeigt eine Auswertung von Verivox. Demnach zahlten Verbraucher für das Tanken und das Heizen im März 2020 im Jahresrückblick weniger als im Frühjahr 2019. Die Stromkosten bilden aber eine Ausnahme.

Diana Schellhas, 22.04.2020, 15:49 Uhr
Energieverbrauch© Digitalpress / Fotolia.com

Haushalte in Deutschland müssen weniger Geld für Energie aufwenden als noch vor einem Jahr. Die Kosten für Heizung, Strom und Sprit sanken auf Jahressicht um rund 6 Prozent. Besonders drastisch war der Preisverfall in den vergangenen Wochen. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox.

"Mit dem Preisverfall an den Rohstoffmärkten sind die Energiekosten für private Verbraucher allein von Februar auf März um über 5 Prozent gesunken. Das ist der stärkste Rückgang, den wir auf Monatsbasis bisher beobachten konnten", sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.

Verivox: Energiekosten sanken um 6 Prozent

Insgesamt lagen die durchschnittlichen Energiekosten für einen Musterhaushalt im März 2019 bei 3.814 Euro pro Jahr. Im März 2020 kostete die gleiche Menge Energie 3.588 Euro. Das entspricht einer Entlastung von 6 Prozent (226 Euro).

Gas und Öl: Heizen wurde günstiger

Das Heizen mit Heizöl verbilligte sich auf Jahressicht um 29 Prozent. Wurden für 20 Hektoliter Heizöl im März 2019 noch 1.354 Euro fällig, waren es im März 2020 nur 962 Euro.

Auch bei Gas ist ein Preisrückgang zu verzeichnen. Hier fielen die Kosten für 20.000 Kilowattstunden von 1.220 Euro auf 1.166 Euro. Das entspricht einer Senkung von 4,4 Prozent. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Heizöl heizen, sind die Heizkosten im mengengewichteten Durchschnitt aktuell 13 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr.

Sinkende Belastung beim Tanken

Die Kosten für Benzin (minus 5,5 Prozent) und Diesel (minus 8,8 Prozent) sind zwischen März 2019 und März 2020 ebenfalls gesunken. Im mengengewichteten Durchschnitt müssen Verbraucher aktuell 6,4 Prozent weniger fürs Tanken ausgeben.

"Die tatsächliche Belastung beim Tanken dürfte sogar noch deutlich niedriger liegen. Denn viele Autofahrer arbeiten derzeit zu Hause und verzichten größtenteils auf das Auto," erklärt Valerian Vogel.

Kosten für Strom steigen

Der Aufwärtstrend bei den Strompreisen bleibt unterdes unverändert. Die durchschnittlichen Stromkosten eines Privathaushalts mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh sind auf Jahressicht von 1.177 Euro auf 1.206 Euro gestiegen. Das ist ein Plus von 2,5 Prozent.