Rückholaktion

Hyundai ruft über 80.000 E-Autos wegen Brandgefahr zurück

Autohersteller Hyundai hat eine Rückholaktion für mehrere E-Auto-Modelle gestartet. Betroffen sind über 80.000 Autos, im Zentrum steht dabei das Modell Kona EV. Bei der Aktion sollen die Batteriesysteme wegen Brandgefahr ersetzt werden.

Diana Schellhas, 24.02.2021, 16:51 Uhr (Quelle: DPA)
Hyundai© Hyundai

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai will weltweit wegen potenzieller Brandgefahr die Batteriesysteme in 82.000 Elektrofahrzeugen aus eigener Produktion ersetzen. Die Rückholaktion werde etwa eine Billion Won (etwa 742 Millionen Euro) kosten, teilte der VW-Rivale am Mittwoch mit. Zusammen mit der kleineren Schwester Kia ist Hyundai der fünftgrößte Autobauer der Welt.

Rückruf gilt für Hyundai Kona EV, Ioniq Elektro und E-Stadtbusse

Betroffen sind außer etwa 76.000 SUVs des Modells Kona EV auch der Ioniq Elektro und einige hundert E-Stadtbusse. Die Entscheidung zum Austausch der Batteriesystems erfolgt nach einer Rückholaktion von Hyundai Motor im vergangenen Oktober. Als Grund wurde damals eine fehlerhafte Software bei Batteriesystemen des Kona EV genannt.

Insgesamt 14 Akkubrände seit Einführung des Modells

Im Januar dieses Jahres hatten die südkoreanischen Behörden eine Untersuchung zur Wirksamkeit der Aktion aufgenommen, nachdem eines der zuvor in die Werkstatt gerufenen Autos in Brand geraten war. Seit der Einführung des Modells 2018 wurden nach Unternehmensangaben 14 Akkubrände weltweit gemeldet.

LG weist Vorwürfe über defekte Batteriezellen zurück

Der südkoreanische Hersteller der Batterien für die Hyundai-Modelle, LG Enery Solution, wies unterdessen nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap den Vorwurf des Transportministeriums zurück, wonach die Brände auf defekte Batteriezellen zurückgeführt werden könnten. LG habe aber erklärt, sich weiter an den gemeinsamen Untersuchungen zur Brandursache zu beteiligen.