Solargesetz Berlin

Gesetz zur Solaranlagen-Pflicht in Berlin beschlossen

Um den Ausbau von Solaranlagen in Berlin voranzutreiben, wird die Installation bei Neubauten in der Hauptstadt zur Pflicht. Ein entsprechendes Gesetz wurde nun beschlossen. Damit will die Senatsverwaltung den Solarstromanteil möglichst schnell auf 25 Prozent steigern.

Diana Schellhas, 18.06.2021, 11:20 Uhr (Quelle: DPA)
Stromanbieter BerlinDas Gesetz, mit dem Eigentümer bei einem Neubau eine Solaranlage errichten müssen, gilt ab 2023.© sborisov / Fotolia.com

Auf Berlins Hausdächern sollen in Zukunft deutlich mehr Solaranlagen zu sehen sein. Das Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag mit seiner rot-rot-grünen Mehrheit gegen die Stimmen der Opposition das "Solargesetz Berlin" beschlossen. Es gilt ab Januar 2023 und verpflichtet private Eigentümer von Neubauten und bei einer Dachsanierung bestehender Gebäude, eine Photovoltaikanlage zu installieren und zu betreiben.

Alternativ zum Dach ist auch eine Anlage an einer Fassade möglich. Der Solarausbau soll so deutlich beschleunigt werden, um die Energieerzeugung klimafreundlicher zu machen.

Strom aus Solaranlagen – Anteil soll auf 25 Prozent klettern

Ziel der Senatsverwaltung ist es, den Solarstromanteil am städtischen Strombedarf möglichst schnell auf 25 Prozent zu steigern. Auf den Berliner Dächern gebe es ein erhebliches Solarpotenzial, das bisher nur zum kleinen Teil genutzt werde, hieß es. Der Ausbau der Solarenergie in Berlin schaffe auch zukunftssichere Arbeitsplätze, vor allem in den Bereichen Planung und Handwerk.

Kritik: Gesetz wird Sanierungen ausbremsen

Kritik gab es aber nicht nur von der Opposition, sondern auch von der Fachgemeinschaft Bau. Das Gesetz werde gerade im Sanierungsbereich zu einer Bremse werden, warnte Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner.