Eilantrag

Gemeinde will Castor-Transport auf dem Neckar stoppen

Der Castor-Transport auf dem Neckar wurde vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit genehmigt. Energieversorger EnBW will so den Atommüll im stillgelegten AKW Obrigheim per Schiff nach Neckarwestheim transportieren. Die Gemeinde Neckarwestheim geht mit einem Eilantrag gegen die Verschiffung vor.

Atomstrom© papapopolus / Fotolia.com

Neckarwestheim/ Berlin - Die Gemeinde Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) will die geplanten Atommüll-Transporte von Obrigheim nach Neckarwestheim auf dem Neckar juristisch vorerst stoppen. Das Verwaltungsgericht in Berlin bestätigte den Eingang zweier Eilrechtsschutzanträge der Kommune. Eine Entscheidung falle nicht vor Mitte Juni, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage.

Behörde genehmigt Castor-Transport

Am Dienstag hatte das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit den Antrag des Energieversorgers EnBW genehmigt, wonach Atommüll per Schiff vom stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) nach Neckarwestheim transportiert werden darf. Neckarwestheim will aber ein Gutachten zum geplanten Transport einholen, etwa mit Blick auf die Sicherheit.

Bürgermeister: Anträge wurden nicht an Gemeinde übermittelt

Trotz Aufforderung habe die Behörde entsprechende Antragsunterlagen nicht an die Gemeinde weitergegeben, sagte der parteilose Bürgermeister von Neckarwestheim, Jochen Winkler. Ein Gutachten habe die Gemeinde bis jetzt also nicht in Auftrag geben können. Daher wolle man Atommüllfahrten auf dem Neckar per Eilantrag aufschieben.

Quelle: DPA