Geschäftsbericht

EWE will weiter in Ökostrom und Netze investieren

Energieversorger EWE hat seinen Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt. Konzern-Chef Stefan Dohler zeigt sich zufrieden. Weiter wachsen will der Konzern unter anderem in den Sparten erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen.

Diana Schellhas, 23.04.2020, 15:11 Uhr (Quelle: DPA)
EWE© EWE Aktiengesellschaft

Der Oldenburger Energieversorger hält den Ausbau der erneuerbaren Energien und die weitere Digitalisierung auch in der Corona-Krise für enorm wichtig. "Wir sind davon überzeugt, dass langfristig angelegter wirtschaftlicher Erfolg mit dem Erreichen ökologischer und sozialer Ziele einhergehen muss", sagte EWE-Chef Stefan Dohler am Donnerstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für das Jahr 2019. Das Unternehmen sieht in seinen Geschäftsfeldern erneuerbare Energien, Telekommunikation, Netze, Mobilität und Energiedienstleistungen weitere Wachstumsmöglichkeiten.

EWE-Umsatz lag bei 5,7 Milliarden Euro

Das Geschäftsjahr 2019 war aus Sicht der EWE-Führung erfolgreich. "Wir haben unsere Ergebnisziele in allen wesentlichen operativen Segmenten erreicht oder übererfüllt", so Dohler. Er verwies darauf, dass das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit 455,9 Millionen Euro um knapp 21 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres lag. Der Umsatz war mit rund 5,7 Milliarden Euro ungefähr so hoch wie in 2018.

Beim Ergebnis unterm Strich musste der Konzern wegen Absicherungsgeschäften für Rohstoffe einen Rückgang hinnehmen. Der Gewinn sank um knapp 24 Prozent auf 127,5 Millionen Euro. Das Minus liege an der Stichtagsbewertung von Derivaten, sagte Finanzvorstand Wolfgang Mücher. "Anderenfalls wären wir auf dem Vorjahresniveau gewesen." EWE kauft Rohstoffe an den Energiebörsen. Nachträgliche Preisschwankungen machen sich in der Bilanz bemerkbar.

Hintergrund zu EWE

EWE ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft und überwiegend im Besitz von Städten und Landkreisen in Nordwestdeutschland. Als strategischer Partner ist seit diesem Jahr der Infrastruktur-Investor Ardian mit 26 Prozent der Anteile beteiligt.