Stromverbrauch

Erneuerbare bleiben auf Wachstumskurs

Erneuerbare Energien gewinnen weiter an Bedeutung bei der Stromversorgung in Deutschland. Ersten Berechnungen des ZSW und BDEW zufolge nahm der Anteil an Ökostrom beim Stromverbrauch im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Ökostromanbieter© Andreas Haertle / Fotolia.com

Berlin/ Stuttgart - Im ersten Quartal 2017 lag der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen am Bruttostromverbrauch bei 32 Prozent. Dies ergaben erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Anteil Erneuerbarer Energien um vier Prozent - von 48,1 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf 50,1 Milliarden kWh.

Erneuerbare im Vergleich: Offshore-Windkraft legte am stärksten zu

Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 36,7 Prozent auf 4,8 Milliarden kWh gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut die Windkraft offshore (1. Quartal 2016: 3,5 Milliarden). Mit 29 Prozent auf 6 Milliarden kWh (4,6 Milliarden kWh) verzeichnete auch Strom aus Photovoltaikanlagen einen deutlichen Anstieg. Die Windkraft an Land, mit 22,4 Milliarden kWh die größte regenerative Erzeugungsquelle, legte um 3,1 Prozent zu.

Eingebrochen ist lediglich die Erzeugung aus Wasserkraft. Sie ging aufgrund der geringen Niederschläge zu Jahresbeginn um 31,3 Prozent auf 3,7 Milliarden kWh gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5,3 Milliarden kWh) zurück.

Rückgang bei der Geothermie

Die Entwicklung der Stromerzeugung aus weiteren erneuerbaren Quellen im Überblick: Anstieg von Biomasse um 2,1 Prozent auf 11,7 Milliarden kWh (11,5 Milliarden kWh), Anstieg der Siedlungsabfälle (biogener Anteil 50 Prozent) um 3,7 Prozent auf 1,5 Milliarden kWh (1,4 Milliarden kWh), Rückgang der Geothermie um 2,5 Prozent auf 0,041 Milliarden kWh (0,042 Milliarden kWh).