US-Umweltbehörde

EPA-Chef glaubt nicht an CO2 als Klimakiller

Der neue Chef der US-Umweltbehörde EPA glaubt nicht daran, dass CO2 eine wesentliche Ursache der Erderwärmung ist. Das Pariser Klimaabkommen bezeichnet der Klimaskeptiker Scott Pruitt als schlechten Deal.

10.03.2017, 09:19 Uhr (Quelle: DPA)
CO2 Abgase© claffra / Fotolia.com

Washington – Der neue Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, hält das Treibhausgas Kohlendioxid für keinen wesentlichen Verursacher der Erderwärmung. "Den menschlichen Einfluss auf das Klima präzise zu messen, ist eine große Herausforderung. Die Einschätzungen über das Ausmaß des Einflusses gehen erheblich auseinander. Ich glaube deswegen nicht, dass Kohlendioxid einer der Hauptverursacher der Erderwärmung ist, die wir erleben", sagte Pruitt am Donnerstag dem Sender NBC.

Die Klimaforschung und die "CO2-Lüge"

Pruitt befindet sich damit im fundamentalen Gegensatz zu den meisten Klimaforschern sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen etwa der Nasa und der Klimabehörde NOAA. Die Weltorganisation für Meteorologie WMO hatte kürzlich erklärt, die Rekordhöhe der Konzentration von Kohlendioxid und Methangas trage zum Klimawandel bei. Vereinzelte Kritiker bezweifeln diese Theorie und nenne sie "CO2-Lüge".

Pruitt ist Klimaskeptiker, enger Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie und hat die EPA in seiner Zeit als Generalstaatsanwalt von Oklahoma über ein Dutzend Mal verklagt.

Klimaschutz in Trump-Regierung kein wichtiges Ziel

Pruitt sagte NBC außerdem, das Pariser Klimaabkommen sei ein schlechter Deal. Der Vertrag hätte der Zustimmung des Senats bedürft.

Im Pariser Weltklimavertrag verpflichten sich die Länder, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die USA haben das Abkommen ratifiziert. Für die Regierung Donald Trumps ist der Klimaschutz kein vordringliches Ziel. Trump baut entsprechende Regulierungen Stück für Stück ab.