Energiewende

Eon-Tochter PreussenElektra will 1.000 Jobs streichen

Bei Eon-Tochter PreussenElektra sollen mindestens die Hälfte der Stellen bis 2026 abgebaut werden. Hauptsächlich sollen dabei die Standorte in Hannover, Bayern, Niedersachen und Schleswig-Holstein betroffen sein.

12.07.2017, 17:04 Uhr (Quelle: DPA)
Atomenergie© doncarlo / Fotolia.com

Düsseldorf - Vor dem Hintergrund der Abschaltung und des Rückbaus von Kernkraftwerken will Eons Atomtochter PreussenElektra die Belegschaft mindestens halbieren. Geplant sei die Streichung von mindestens 1.000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2026, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Neben der Unternehmenszentrale in Hannover seien vorwiegend die Kernkraftwerks-Standorte des Unternehmens in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein betroffen. Die "Rheinische Post" (Mittwoch) hatte vorab über das Thema berichtet.

Ausstieg aus bisheriger Tarifgemeinschaft

Zum Jahresende sei auch ein Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft Energie (TGE) geplant, die den Tarifvertrag für den Eon-Konzern aushandelt. "Wir müssen auch tarifvertraglich dafür sorgen, dass wir den Besonderheiten unseres Geschäfts gerecht werden können", sagte PreussenElektra-Sprecher Volker Raffel der Zeitung. Die laufenden Tarifverträge würden aber erst mal weiter weiterlaufen. Diese Entscheidung stieß bei den Gewerkschaften Verdi und IG BCE auf Kritik.