Preiserhöhung

enviaM, OVAG und N-ergie: Strom wird teurer

Sowohl bei enviaM als auch bei der OVAG und N-ergie steigen die Preise für Strom im Januar 2020. Hintergrund sind den Anbietern zufolge unter anderem gestiegene Beschaffungspreise. Setzt der Energieversorger die Preise herauf, besteht ein Sonderkündigungsrecht.

StrompreiseenviaM, OVAG, N-ergie haben angekündigt, die Preise bei ihren Energieprodukten heraufzusetzen.© Christian Jung / Fotolia.com

Linden – Die Energieversorger enviaM, die N-ergie Aktiengesellschaft und OVAG erhöhen zum 1. Januar 2020 ihre Strompreise. Bei enviaM betrifft das Privat- und Gewerbekunden in der Grundversorgung und daran angelehnte Sonderprodukte im Grundversorgungsgebiet sowie die Strompreise für Privat- und Gewerbekunden mit Wärmestrom-Produkten (Wärmepumpe, Wärmespeicher). Die OVAG berichtet bisher von Preissteigerungen für Privatkunden in der Grundversorgung.

Preis im Grundversorgungstarif von enviaM steigt um bis zu 6 Prozent

Für einen Privatkunden in der Grundversorgung mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden erhöht sich der Verbrauchspreis zum Jahreswechsel von 27,70 Cent auf 29,35 Cent je Kilowattstunde brutto (+6,0 Prozent), so Stromversorger enviaM. Die Stromrechnung betrage damit statt 688,44 Euro künftig 721,28 Euro brutto pro Jahr.

Für einen Gewerbekunden im Grundversorgungstarif mit einem Jahresverbrauch von 6.000 Kilowattstunden (= Durchschnittsverbrauch eines enviaM-Gewerbekunden) erhöhe sich der Verbrauchspreis zum Jahreswechsel von 27,87 Cent auf 29,51 Cent je Kilowattstunde brutto (+5,9 Prozent). Die Stromrechnung betrage damit künftig 1.970,72 Euro brutto pro Jahr (statt 1.872,19 Euro).

Preiserhöhung bei OVAG und N-nergie

Die OVAG hat bekannt gegeben, dass auf Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.000 kWh pro Jahr im Tarif zur Grundversorgung eine monatliche Anpassung von 4,70 Euro zukommt.

N-ergie erhöht die Strompreise für Privatkunden zum selben Zeitpunkt je nach Verbrauch um rund vier Prozent. Die monatlichen Mehrkosten eines Haushalts, der im Tarif "Strom Smart" pro Jahr 3.500 kWh verbraucht, sollen sich beispielsweise auf 3,79 Euro belaufen. Die Erdgaspreise sollen stabil bleiben.

Preiserhöhung wegen steigender Abgaben und höherer Beschaffungskosten

Das Grundversorgungsgebiet von enviaM erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Von der Anpassung der Strompreise sind laut Anbieter rund 710.000 Kunden betroffen. Maßgebend für die Preiserhöhung seien die steigenden Beschaffungskosten. Den selben Grund nennt auch N-engie für die Preisanpassungen. Stromversorger OVAG gab an, die Preise wegen der steigenden staatlichen Abgaben erhöhen zu müssen.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Wenn ein Stromanbieter die Kosten heraufsetzt, haben Kunden das Recht eine Sonderkündigung einzureichen, unabhängig davon warum die Preise erhöht werden. In der Grundversorgung besteht in der Regel so oder so eine sehr kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen.

Strompreise vergleichen

Diana Schellhas