Vor 1966 errichtet

Energieausweis beim Altbau: Gültigkeit sollte überprüft werden

Wer ein Gebäude vermieten oder verkaufen möchte, muss Interessenten verpflichtend einen Energieausweis vorlegen. Bei älteren Gebäuden kann der Ausweis aktuell seine Gültigkeit verloren haben. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus vor 1966 errichtet wurde.

23.01.2018, 12:33 Uhr (Quelle: DPA)
Energieeffizienz© johannesspreter / Fotolia.com

Stuttgart - In diesem Jahr verlieren die ersten Pflicht-Energieausweise für Altbauten ihre Gültigkeit. Die Ausweise spielen dann eine Rolle, wenn ein Haus neu vermietet, verkauft oder verpachtet werden sollen. Betreffende Hauseigentümer sollten daher prüfen, ob sie 2018 einen neuen Energieausweis für ihr Gebäude ausstellen lassen müssen. Darauf weisen die Experten von Zukunft Altbau hin.

Wohngebäude, die vor 1966 errichtet wurden, benötigen seit Mitte 2008 einen Energieausweis, wenn die Immobilie verkauft oder vermietet wurde. Da das Dokument nur zehn Jahre gültig ist, müssen die ersten obligatorischen Ausweise ab dem 1. Juli 2018 erneuert werden.

Neuen Miet- und Kaufinteressenten muss der Ausweis bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden, so Petra Hegen von Zukunft Altbau. Gebäudeenergieberater und andere Fachleute könnten den Energieausweis ausstellen. Wer sein Gebäude selbst bewohne, brauche keinen Ausweis.

Ab 2019 laufen auch die Energieausweise für jüngere Gebäude ab

Ab 1. Januar 2019 fallen dementsprechend auch die Energieausweise für nach 1966 gebaute Wohngebäude Schritt für Schritt unter das Verfallsdatum – für solche Gebäude wurde die Energieausweispflicht erst ein halbes Jahr später, zum 1. Januar 2009, eingeführt. Bei Neubauten und energetisch modernisierten Gebäuden wird der Energieausweis seit 1. Oktober 2007 benötigt. Bei diesen Gebäuden sind bereits die ersten Energieausweise ungültig geworden. Gesetzliche Grundlage für den Energieausweis ist die Energieeinsparverordnung, kurz EnEV.

Detaillierte Informationen gibt es auf unserer Themenseite zum Energieausweis .