Bergbau

Ende der Steinkohleförderung: Noch rund 1.500 Jobs fallen weg

Mit dem Jahreswechsel beginnt das letzte Jahr der Steinkohleförderung in Deutschland. Zum Ende des Jahres 2018 schließt dann auch das letzte Bergwerk in Ibbenbüren. Bis dahin gehen noch fast 1.500 Jobs verloren.

15.12.2017, 15:57 Uhr (Quelle: DPA)
Kohle© Katarzyna M. Wächter / Fotolia.com

Essen - Im letzten Jahr der deutschen Steinkohleförderung fallen mit dem planmäßigen Personalabbau erneut mehr als 1.000 Stellen weg. Der Personalstand reduziere sich von knapp 5.000 Ende 2017 auf etwa noch 3.500 Ende 2018, sagte ein Sprecher des Zechenbetreibers RAG. Am 21.12.2018 endet mit einem Festakt auf der letzten Ruhrgebietszeche Prosper in Bottrop offiziell der Abbau, der seit vielen Jahren hoch defizitär ist. Das zweite noch verbleibende Bergwerk Ibbenbüren schließt ebenfalls Ende 2018.

Ab 2021 will RAG noch 650 Menschen beschäftigen

Die Beschäftigten würden noch für eine Übergangszeit benötigt, um Maschinen und Anlagen aus den Bergwerken hoch zu bringen, die Grubenwasserhaltung aufzubauen und die Schächte zu verschließen. Die Mitarbeiterzahl gehe aber weiter deutlich zurück. Ende 2021 beginne die Nachbergbauära, in der die RAG inklusive ihrer Immobilientochter noch etwa 650 Menschen dauerhaft beschäftigten werde.