Neuer Stromvertrag

Ende der EEG-Vergütung: sonnenFlat für Betreiber älterer PV-Anlagen

2021 läuft die EEG-Vergütung für viele Betreiber von Photovoltaik-Anlagen aus. Die sonnen Gruppe erweitert ihr Angebot: Ab Januar ist der Stromvertrag "sonnenFlat" für Anlagen mit einer Leistung von 3 kWp und 29,99 kWp verfügbar.

Diana Schellhas, 20.07.2020, 11:46 Uhr
Solaranlage© pf30 / Fotolia.com

Ab dem 1. Januar 2021 tritt die Energiewende in Deutschland in eine neue Phase. Erstmals erhalten Photovoltaik-Anlagen nach 20 Jahren Laufzeit keine EEG-Vergütung und damit keine staatlichen Subventionen mehr.

Viele Hausbesitzer stehen dann vor der Frage, was sie mit ihrer Photovoltaik-Anlage und der Menge an Strom machen sollen. Denn die meisten Anlagen werden noch über viele Jahre hinweg sauberen Strom erzeugen und nach bisherigem Stand müssen sich die Betreiber selbst einen Abnehmer für ihren Strom suchen. Die sonnen Gruppe bietet Betreibern älterer Solaranlagen hierzu einen neuen Stromvertrag an.

sonnenFlat: Strom selbst nutzen und Überschüsse teilen und verkaufen

Wie der bisherige Stromvertrag "sonnenFlat" auch, besteht die neue "sonnenFlat" direkt aus 3 Teilen: dem Eigenverbrauch mit einem Stromspeicher, der Direktvermarktung des überschüssigen Stroms sowie der Teilnahme am virtuellen Kraftwerk, berichtet die sonnen Gruppe.

Im ersten Schritt stelle man die Photovoltaik-Anlage zusammen mit einer hauseigenen Solarbatterie auf Eigenverbrauch um. Ein großer Teil des selbst erzeugen Stroms fließe damit in den eigenen Haushalt, wodurch die bisherigen Stromkosten deutlich sinken würden.

Der andere Teil des Stroms, der nicht selbst verbraucht werden könne, fließe in die sonnenCommunity und würde mit anderen Mitgliedern geteilt, die gerade Strom benötigten. Den darüber hinausgehenden Überschuss vermarkte die Energiegemeinschaft an der Strombörse. Als Gegenleistung erhalte der Haushalt eine Freistrommenge, die seine Stromkosten zusätzlich zum Eigenverbrauch senken würden.

Kosten für die sonnenFlat

Die sonnenFlat ist ab Januar 2021 für Photovoltaik-Anlagen zwischen 3 kWp und 29,99 kWp verfügbar, die ihre EEG-Förderung verlieren, erklärt die Sonnen Gruppe weiter. Der Beitrag für die sonnenCommunity betrage 9,90 Euro/Monat, dazu kämen die einmaligen Kosten für die Anschaffung des Speichers. Da die Batterie bei der sonnenFlat unternehmerisch genutzt würde, könne die Anschaffung auch bei einer Nachrüstung in vielen Fällen vorsteuerabzugsfähig sein.

Schwankungen im Stromnetz ausgleichen – zusätzliche Gewinnbeteiligung

Im kommenden Jahr seien zunächst 18.000 Photovoltaik-Anlagen vom Ende der EEG-Vergütung betroffen. Bis Ende des Jahres 2025 würden insgesamt 176.000 Anlagen mit einer Leistung von knapp zwei Gigawatt aus der Förderung fallen, die dann selbst einen Abnehmer für ihren Strom finden müssten.

Das Besondere an dem Angebot sei, dass per intelligentem Management der Batterien der Zeitpunkt der Einspeisung ins Stromnetz gezielt verschoben werden könne - vorzugsweise dann, wenn der Börsenpreis am höchsten sei. So könne man für den Haushalt Erträge am Markt erzielen, die dem Durchschnittspreis entsprächen oder sogar über diesem lägen.

Zusätzlich würde die Solarbatterie Teil des virtuellen Kraftwerks des Unternehmens. Zusammen mit Tausenden in ganz Deutschland könnten so Schwankungen im Stromnetz ausgeglichen werden und damit eine Aufgabe übernommen werden, die bisher vor allem konventionellen Kraftwerken vorbehalten gewesen wäre. Haushalt erhielten dafür eine zusätzliche Gewinnbeteiligung ab 77 Euro im Jahr.