Ökostrom

EnBW errichtet weitere Photovoltaik-Großprojekte in Brandenburg

Mit zwei weiteren Photovoltaik-Großprojekten baut Energieversorger EnBW seine Ökostromproduktion aus. Die beiden neuen Anlagen sollen wie auch der Solarpark "Weesow-Willmersdorf" in Brandenburg errichtet werden.

Diana Schellhas, 19.03.2021, 17:18 Uhr
Solarenergie© Thomas Otto / Fotolia.com

Die EnBW baut zwei weitere förderfreie Photovoltaik-Großprojekte in Brandenburg mit einer Leistung von jeweils 150 Megawatt (MW). Zuvor hatte der Energiekonzern bereits den derzeit größten deutschen Solarpark "Weesow-Willmersdorf" in Werneuchen in Brandenburg errichtet. Die beiden neuen Projekte liegen nur knapp 40 Kilometer entfernt im Landkreis Märkisch-Oderland auf jeweils rund 125 Hektar in Alttrebbin und in Gottesgabe.

40 Firmen sind an den Photovoltaik-Großprojekten beteiligt

Der Bau der beiden Solarparks läuft parallel, erklärt das Energieunternehmen. Mehr als 40 Firmen seien an dem Bau beteiligt. Die Unterkonstruktion liefere Schletter Solar. Die Solarmodule von LONGi Solar würden neben der direkten Sonneneinstrahlung auch indirektes Licht auf der Modulrückseite zur Stromproduktion nutzen. Die Zentralwechselrichter kämen von Siemens. Es seien auch viele Firmen aus Brandenburg für den Wege- und Leitungsbau, die Entsorgung, Vermessung, ökologische Baubegleitung, landwirtschaftliche Arbeiten und weitere Aufgaben beauftragt worden.

Für die Netzanbindung baut die EnBW eigene Umspannwerke. Zwei 110-Kilovolt-Erdkabel sollen bis zum Umspannwerk Metzdorf Nord des regionalen Stromnetzbetreibers e.dis laufen, das an der B167 zwischen Gottesgabe und Metzdorf liegt.

EnBW arbeite eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen, weil Bodendenkmäler auftauchen könnten. Zudem begleite ein Archäologe den Tiefbau. Der Kampfmittelräumdienst habe an beiden Orten tonnenweise Kampfmittel geborgen.

Photovoltaikstrom für 90.000 Haushalte

Das Energieunternehmen rechnet mit einem Jahr Bauzeit. Insgesamt würden in beiden Parks 700.000 Solarmodule errichtet. Diese könnten rechnerisch rund 90.000 Haushalte mit regenerativem Strom versorgen. Jährlich würden etwa 200.000 Tonnen CO2 vermieden.