Grünheide

Elon Musk zeigt Pläne für Tesla-Fabrik auf Twitter

Die Firma Tesla hat mit dem Bau ihrer Mega-Fabrik in Grünheide bei Berlin begonnen. Noch steht die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für den Baus aus. Elon-Musk, der Chef des Unternehmens, hat jetzt erste Ansichten veröffentlicht.

Diana Schellhas, 15.07.2020, 16:08 Uhr (Quelle: DPA)
Tesla In der Fabrik will Tesla 500.000 Elektroautos pro Jahr produzieren.© Tesla Germany GmbH

Tesla-Chef Elon Musk selbst hat seine geplante Fabrik in der Nähe von Berlin im Internet mit einem Bild vorgestellt. Der Unternehmer überschrieb seine Nachricht vom Mittwoch bei Twitter nur mit "Giga Berlin". Auf dem Bild ist ein Entwurf der fertigen Fabrik in Grünheide in Brandenburg mit einem breiten Eingang im Vordergrund und einer Glasfensterfront im zweiten Stock unter einem Solardach zu sehen. Sie wird von Tesla als Gigafactory bezeichnet. Bis zum frühen Nachmittag kommentierten mehr als 150.000 Twitter-Nutzer das Bild mit einem Herz ("Gefällt mir").

Abschließende Genehmigung für Tesla-Fabrik steht noch aus

Im Hauptgebäude sollen nach Informationen von Brancheninsidern unter anderem eine Lobby, der Karosseriebau, das Presswerk, die Lackiererei, die Gießerei und die Endmontage untergebracht werden. Im zweiten Stock sind unter anderem Büros vorgesehen. In einem von mehreren Nebengebäuden ist die Antriebsfertigung geplant. Vorrang beim Bau sollen demnach die Lackiererei und die Antriebsfertigung haben.

Musk, der auch für unkonventionelle Twitter-Nachrichten bekannt ist, beantwortete eine Frage "Swimming-Pool auf dem Dach?" mit "Sicher." Er machte Tanzfans nach seiner Idee einer "Mega-Rave-Höhle" vom März nun erneut neugierig: "Könnte ein Rave-Raum im Innen- und Außenbereich auf dem Dach sein", schrieb er bei Twitter.

Abschließende Genehmigung für Tesla-Fabrik steht noch aus

Tesla will in Grünheide in Brandenburg ab Juli nächsten Jahres bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr vom Band rollen lassen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut bereits auf eigenes Risiko über vorzeitige Genehmigungen. Das Brandenburger Landesumweltamt gab zuletzt grünes Licht für das Fundament und den Rohbau mit einem vorzeitigen Beginn.

Ein Teil der Anlage - Presswerk und Gießerei - soll auf Pfählen gebaut werden, Tesla plant einen Antrag für Pfahlgründungen. Umweltschützer fürchten negative Auswirkungen unter anderem auf das Grundwasser. Bisher gingen über 370 Einwände gegen das Projekt ein, weitere sind nach einem geänderten Antrag auf Genehmigung möglich.

Das Brandenburger Verkehrsministerium plant zur Entlastung des Verkehrs Investitionen in Schienen und Straßen von 100 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds des Landes, der per Kredit aufgenommen wurde. Der Großteil ist für Projekte von 2021 bis 2023 bestimmt, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage aus der Linksfraktion im Landtag hervorgeht.