Stürme

Egon legt Stromleitungen lahm

Sturmtief "Egon" tost über Deutschland hinweg und hat bereits die ersten Verwüstungen hinterlassen. In Bayern ist in einigen Landkreisen deswegen der Strom ausgefallen. Indessen hat ein Wintersturm auch Frankreich fest im Griff.

13.01.2017, 11:34 Uhr (Quelle: DPA)
Strommasten im Winter© salman2 / Fotolia.com

Nürnberg - Sturmtief "Egon" hat am Freitag in Mittelfranken und Unterfranken zu Stromausfällen geführt. In den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim beschädigten umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste Stromleitungen. Zahlreiche Haushalte seien von den Störungen betroffen, teilte der Energieversorger N-Ergie mit. Auch im Landkreis Aschaffenburg waren mehrere Ortschaften zunächst ohne Strom.

Unterbrechung der Energieversorgung auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

Auch in der Mittel- und Niederspannungsebeneder WEMAG Netz GmbH kommt es durch starken Schneefall zu Störungen. Aktuell seien bis zu 5.000 Kunden in der Netzregion um Perleberg, Neuhaus und Brüel nicht mit Strom versorgt. Die überwiegende Zahl der Kunden konnte zeitnah wieder versorgt werden, berichtet der Versorgungsnetzbetreiber. In den Bereichen Krakow am See, Wittenberge, Perleberg, Neuhaus, Brüel und weiteren Regionen dauerten die Arbeiten zur Wiederversorgung hingegen noch an. Im Laufe des Tages könne es durch den anhaltenden Schneefall zu weiteren Störungen kommen.

Sturm in Nordfrankreich führt zu Stromausfällen

Auch in Nordfrankreich hat ein Wintersturm zu schweren Beeinträchtigungen der Bevölkerung geführt. Mindestens 190.000 Haushalte seien ohne Strom, berichtete der Radio-Nachrichtensender Franceinfo in der Nacht zum Freitag mit Verweis auf den Netzbetreiber Enedis.

Warnung vor heftigen Winböen

Besonders betroffen seien die küstennahen Regionen Normandie und Picardie. Der Wetterdienst Météo-France hatte vor dem Sturm gewarnt - Böen könnten bis zu 140 Stundenkilometer erreichen. Für fünf Départements nördlich von Paris gab Méteo-France eine besondere Starkwind-Warnung heraus - dies bedeutet, dass die Bürger möglichst zu Hause bleiben und sehr vorsichtig sein sollen.