28. März

Earth Hour 2020: Licht aus für den Klimaschutz

Die "Earth Hour" findet jährlich bereits seit 13 Jahren statt. Die Umweltstiftung WWF ruft trotz der Corona-Krise auch 2020 Menschen dazu auf, am 28. März als Zeichen für den Umwelt und Klimaschutz die Lichter auszuschalten.

Diana Schellhas, 27.03.2020, 16:31 Uhr
Naturschutz"Earth Hour" (Die Stunde der Erde) findet seit 2007 statt.© Beboy / Fotolia.com

Mit dem Ausschalten von Lichtern setzen Millionen Menschen in aller Welt am 28. März ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz. Die Dunkelheit soll auf Ressourcenverschwendung hinweisen und die Menschen zum Nachdenken bringen. Auch in der dunklen Stunde der Corona-Krise will die Umweltstiftung WWF nicht auf das Innehalten für Natur und Umwelt verzichten. Sie empfiehlt virtuelle Teilnahme, um Ausgehbeschränkungen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu respektieren. "Earth Hour" (Die Stunde der Erde) findet seit 2007 statt.

"Earth Hour" zuhause verbringen

Statt mit anderen Menschen irgendwo auf der Welt um 20.30 Uhr abends abgedunkelte Monumente wie das Opernhaus in Sydney, das Brandenburger Tor oder den Chrysler-Wolkenkratzer in New York zu betrachten, schlägt der WWF heimische Aktivitäten vor. Zum Beispiel ein Dinner bei Kerzenschein. Dafür liefert die Organisation auf ihrer Webseite Vorschläge für besonders umweltschonende Zutaten: zum Beispiel Maramabohnen aus der Kalahari-Wüste oder Braunalgen aus Südkorea oder Japan.

Die "Earth Hour" steht unter dem Motto: Time to Act - Zeit zu handeln. Auch der WWF Deutschland hat Vorschläge für Licht-Aus-Aktionen in Krisenzeiten: etwa einen Earth-Hour-Profilbildrahmen auf Facebook hochladen, oder Selfies aus dem Dunkeln in sozialen Medien posten, mit dem Hashtag #EarthHour.

2019 nahmen 380 Städte an der "Earth Hour" teil

Seit 2007 hat die Aktion "Earth Hour" nach Angaben des WWF Millionen Menschen weltweit zum Einsatz für den Umwelt- und Klimaschutz inspiriert. In Deutschland nahmen im vergangenen Jahr mehr als 380 Städte mit Aktionen teil. Seitdem seien in Argentinien 3,5 Millionen Hektar Seegebiet zur Schutzzone erklärt worden und in Uganda 2700 Hektar Wald. In Russland hätten Aktivisten neue Gesetze zum Schutz von Wald und Meer auf den Weg gebracht, in Ecuador ein weitreichendes Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik. WWF Indonesien habe in 13 Küstenstädten mehr als 20.000 Mangrovensetzlinge gepflanzt.

Der Künstler Hermann Josef Hack kritisierte die Aktion im vergangenen Jahr als "publikumswirksame Effektveranstaltung". Die Gefahr sei, dass die Menschen meinten, sie hätten schon einen Beitrag zum Schutz des Klimas getan, wenn sie ein paar Minuten das Licht ausknipsten.