"Tag der grünen Energie"

E.on: Ökostrom könnte Verbrauch bis 20. Juni decken

E.on hat den "Tag der grünen Energie" ausgerufen, um darauf hinzuweisen, dass Deutschland sich rein rechnerisch bis zum 20. Juni allein mit Ökostrom versorgen könnte. 2019 ist dieser Tag am 4. Juni erreicht worden.

Melanie Zecher, 19.06.2020, 14:47 Uhr
Regenerative Energien© VRD / Fotolia.com

Bis zum 20. Juni kann sich Deutschland auf das gesamte Jahr gerechnet allein mit Ökostrom versorgen. Um auf die immer grüner werdende Stromproduktion in Deutschland aufmerksam zu machen, ruft der Energieanbieter E.ON für diesen Zeitpunkt den "Tag der grünen Energie" aus. Der Aktionstag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem die Ökostrommenge des gesamten Jahres rein rechnerisch den Stromverbrauch decken könnte.

Damit steuern die Solar-, Wind-, Wasser- und Biomasseanlagen 2020 voraussichtlich bereits genug Energie bei, um unseren Bedarf für insgesamt 172 Tage vollständig aus Erneuerbaren zu decken – so viele wie nie zuvor.

Prognose: Ökostrom-Anteil von 47,3 Prozent

Im interaktiven "E.ON Energieatlas" lassen sich die Verschiebungen des Stichtages von Jahr zu Jahr per Klick nachvollziehen. Demnach hat sich der Zeitpunkt, bis zu dem sich Deutschland allein mit Ökostrom versorgen konnte, zuletzt stetig nach hinten verschoben. Noch 2003 fiel der Tag in den Januar, 2010 in den März. 2019 lag er auf dem 4. Juni – das entspricht einem Ökostromanteil von 42,6 Prozent. Für 2020 prognostiziert E.ON einen Ökostromanteil von rund 47,3 Prozent, der "Tag der grünen Energie" verschiebt sich somit um gut zwei Wochen auf den diesjährigen 20. Juni. Die Gründe dafür sind unter anderem Rekordwerte vor allem bei der Solar- und Windstromproduktion, hinzu kommt ein teils geringerer Strombedarf insbesondere im Frühjahr.

Windenergie liefert gut die Hälfte des Ökostroms

Ein maßgeblicher Treiber der Grünstromproduktion sind Windkraftanlagen an Land und vor den Küsten, sie steuern regelmäßig den größten Anteil Ökostrom innerhalb der erneuerbaren Energien bei. Zuletzt, im Jahr 2019, lag der Anteil bei 52 Prozent. Es folgen Photovoltaik (19 Prozent), Biomasse (18 Prozent) und Wasserkraft (8 Prozent). Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 242,6 Terawattstunden (TWh) aus erneuerbaren Energien erzeugt – bei einem Gesamtstromverbrauch von 569 TWh.